Balkonkraftwerk Speicher: Test, Effizienz & Vergleich

Balkonkraftwerk Speicher: Test, Effizienz & Vergleich

Balkonkraftwerk Speicher Test: Das sind die Testsieger zum Nachrüsten 2025 (geeignet bon 800 bis 2000 Watt)
Anker ist Testsieger

Der beste Balkonkraftwerk-Speicher für die meisten Haushalte ist derzeit die Anker SOLIX Solarbank 3 Pro. Sie verbindet eine alltagstaugliche Kapazität, eine schnelle verbrauchsabhängige Regelung, eine ausgereifte App und ein flexibles Gesamtsystem. Perfekt ist sie nicht: In unserem Test lagen der AC-Gesamtwirkungsgrad bei 82,1 Prozent und der Stand-by-Verbrauch bei 9,5 Watt. Auch die Stiftung Warentest kam nicht zu einem uneingeschränkt guten Gesamturteil. Trotzdem liefert Anker momentan das rundeste Paket für Nutzer, die möglichst wenig selbst konfigurieren möchten.

Wer stärker auf die in unserem Messpfad erreichte Effizienz achtet, findet im Solakon ONE die spannendere Alternative. Unser Messzyklus ergab bei hoher Last 89,7 Prozent vom DC-Eingang bis zur AC-Abgabe; die Nulleinspeisung arbeitete schnell und präzise. Neu hinzu kommt der Zendure SolarFlow 800 Plus: Heise maß einen vollständigen AC-Round-trip von 85,0 Prozent bei 800 Watt und 86,1 Prozent bei 200 Watt. Damit ist er besonders für preisbewusste Haushalte mit zwei Modulen und niedriger Nachtgrundlast interessant. Für große Anlagen und hohe Abendverbräuche sind dagegen die Anker Solarbank 4 Pro, der lokal geregelte Maxxisun Maxxicharge V2, der AC-gekoppelte Marstek Venus E 3.0 und der SunEnergyXT 500/500 Pro die passenderen Kandidaten.

Wir haben für diesen Vergleich unsere eigenen Kapazitäts-, Effizienz- und Regelungsmessungen mit öffentlich zugänglichen Ergebnissen von Stiftung Warentest, FAZ Kaufkompass, COMPUTER BILD, Heise/TechStage, c’t, IMTEST, Smartzone, Home & Smart und weiteren Fachredaktionen abgeglichen. Dabei bewerten wir nicht nur Datenblattwerte. Entscheidend ist, wie viel Energie tatsächlich im Haushalt ankommt, wie sauber der Speicher auf Verbrauchssprünge reagiert und wie belastbar die Sicherheitsnachweise sind.

Bei zentralen Fremdmessungen nennen wir deshalb nicht nur das Ergebnis, sondern möglichst auch Gerätevariante, Messpfad, Ladefenster, Last und bekannte Testgrenzen. Fehlen Rohwerte, Firmwarestand oder Teillast- und Stand-by-Messungen, wird diese Unsicherheit unmittelbar am jeweiligen Ergebnis ausgewiesen.

Das Ergebnis in einem Satz: Anker gewinnt als bestes Gesamtpaket, Solakon bei der Effizienz, Zendure mit dem SolarFlow 800 Plus bei Preis-Leistung und Teillast, Maxxicharge bei lokaler Nulleinspeisung und Anker 4 Pro bei großen Anlagen.

Ab 1499 Euro
Anker Solix 4 Pro Balkonkraftwerk Speicher vorbestellen

Anker Solix Solarbank 4 Pro Balkonkraftwerk Speicher (5 kWh)

Ab sofort erhältlich – auch im Komplettset Bundle.

Zum Bestpreis Deal

Ab 1499 Euro
Anker Solix 4 Pro mit 2000 Watt Balkonkraftwerk Komplettset Bundle

Anker Solix Solarbank 4 Pro mit 2000 Watt Balkonkraftwerk (DEAL)

Exklusiver Bestpreis Deal im Komplettset.

Zum Bestpreis Deal

Ab 889 Euro
Solakon onPower 2000W Balkonkraftwerk mit Solakon ONE Speicher (2,11 kWh)

Solakon 2000W Balkonkraftwerk mit Solakon ONE 2,11 kWh

Unschlagbarer Preis. EXKLUSIV für unsere Leser

Zum Bestpreis Deal

Ab 1149 Euro
Kleines Kraftwerk 2000W mit Anker Solix Solarbank 3 Pro 2,7kWh Speicher Komplettset

Kleines Kraftwerk 2000W mit Anker Solix Solarbank 3 Pro

Exklusiver Bestpreis Deal – nur über unseren Link aufrufbar

Zum Bestpreis Deal

Ab 694 Euro
Jackery SolarVault 3 Pro Balkonkraftwerk Speicher vorbestellen

Jackery SolarVault 3 Pro Balkonkraftwerk Speicher (2,52 kWh)

Vorbestelleraktion. Bestpreis Gutschein “ENERGIEMAG5”

Zum Bestpreis Deal

Ab 1099 Euro
Produkt 2

Yuma 2000W Balkonkraftwerk mit Anker Solix Solarbank 2 Pro

Exklusiver Bestpreis Deal – mit Gutschein “ENERGIEMAG”

Zum Bestpreis Deal

Ab 1469 Euro
Balkonstrom 2000W Balkonkraftwerk mit Anker Solix Solarbank 3 Pro

Balkonstrom 2000W Komplettset mit Anker Solix 3 Pro

Schnelle Lieferung. Gutschein “ENERGIEMAGAZIN30”

Zum Bestpreis Deal

Ab 949 Euro
EcoFlow STREAM mit 1000 Watt Balkonkraftwerk

EcoFlow STREAM Ultra 1000W Komplettset

Preiswertes Komplettset – nur für kurze Zeit!

Zum Bestpreis Deal

Ab 1448 Euro
Tepto 2000W Balkonkraftwerk mit Anker Solix Solarbank 3 Pro

Tepto 2000W MaxPower Komplettset mit Anker Solix 3 Pro

Exklusiver Bestpreis Deal – nur für kurze Zeit!

Zum Bestpreis Deal

Ab 1197 Euro
Kleines Kraftwerk 2000W mit Anker Solix Solarbank 2 Pro 1,6kWh Speicher Komplettset

Kleines Kraftwerk 2000W mit Anker Solix Solarbank 2 Pro

Exklusiver Bestpreis Deal – nur über unseren Link aufrufbar

Zum Bestpreis Deal

Ab 1049 Euro
Solago 2000W Balkonkraftwerk mit Anker Solix Solarbank 2 Pro

Solago 2000W Komplettset mit Anker Solix Solarbank 2 Pro

Top Preis-Leistungsverhältnis. Summer Sale

Zum Bestpreis Deal

Ab 899 Euro
Tepto 2000 Watt Balkonkraftwerk mit Marstek Jupiter C Plus Speicher 2,56 kWh Kapazität

Tepto 2000W Komplettset mit Marstek Jupiter C Plus (2,56 kWh)

Exklusiver Bestpreis Deal – nur für kurze Zeit!

Zum Bestpreis Deal

Hier gelangen Sie direkt zur Vergleichstabelle

Testsieger auf einen Blick:

Bester Speicher: Anker SOLIX Solarbank 3 Pro – 88 von 100 Punkten

Die Solarbank 3 Pro ist unsere Empfehlung für die meisten Haushalte mit zwei bis vier Modulen. Von 2,688 kWh Nennkapazität konnten wir 2,39 kWh nutzen. Mit Smart Meter reagierte das System innerhalb von zwei bis drei Sekunden und hielt den verbleibenden Netzbezug meist zwischen 0 und 25 Watt. Die App, dynamische Tarife und die modulare Erweiterung sind stärker ausgereift als bei vielen jüngeren Konkurrenten. Abzüge gibt es für die Effizienz bei kleiner Last, den Stand-by-Verbrauch, hörbare Betriebsgeräusche und das nur befriedigende Ergebnis bei Stiftung Warentest. Bei uns läuft das Gerät seit 1,5 Jahren einwandfrei.

Passt zu: Nutzern, die ein komfortables, erweiterbares Komplettsystem mit guter App suchen.

Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro Vorderansicht Front Produktbild
Testnote: SEHR GUT (1,1) für Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro im Langzeittest
ANKER

Solix Solarbank 3 E2700 Pro

  • Smarte KI Steuerung
  • Bis zu 3600 Watt Ladeleistung
  • Erweiterbar auf 16,2 kWh
  • Nicht lautlos im Betrieb
  • Nur max. 2,39 kWh nutzbar

Effizienz-Sieger: Solakon ONE – 87 von 100 Punkten

Der Solakon ONE holte in unserem Test bei 800 Watt aus 1,96 kWh zugeführter DC-Energie 1,76 kWh für den Haushalt heraus. Das entspricht 89,7 Prozent für diesen Messpfad. Auch die Regelung mit Shelly funktionierte schnell und pendelte typischerweise nur etwa 20 Watt um den Zielwert. Für den knappen zweiten Platz fehlen vor allem die langjährige Software-Reife und ein ähnlich breites unabhängiges Laborbild wie bei Anker. Eine lokale Home-Assistant-Integration ist inzwischen verfügbar, erfordert aber noch mehr manuelle Einrichtung als die ausgereiften Plug-and-play-Lösungen von Anker.

Passt zu: Preisbewussten Käufern, die hohe Effizienz und eine präzise Regelung wichtiger finden als das ausgereifteste App-Ökosystem.

Solakon ONE Balkonkraftwerk-Speicher mit Erweiterungsakku
EnergieMagazin Testurteil sehr gut für den Solakon ONE
SOLAKON

ONE Speicher

  • 89,7 % DC-zu-AC-Effizienz bei 800 Watt
  • 1,76 kWh im Test nutzbar
  • Schnelle Shelly-Regelung und LAN
  • Feste Reserve von 10 %
  • Software-Ökosystem noch vergleichsweise jung

Beste Wahl für zwei Module: Zendure SolarFlow 800 Plus – 86 von 100 Punkten

Der SolarFlow 800 Plus kombiniert 1,92 kWh mit zwei PV-Eingängen und einer schnellen verbrauchsabhängigen Regelung. Heise ermittelte auf Basis zweier AC-Ladungen und je eines Entladelaufs 85,0 Prozent bei 800 Watt und 86,1 Prozent bei 200 Watt. Zwischen diesen beiden dokumentierten Lastpunkten zeigte sich kein relevanter Effizienzeinbruch. Das System ist im laufenden Betrieb per eigenem MQTT-Broker lokal steuerbar, besitzt aber keinen Ersatzstromausgang; Ersteinrichtung und Firmwareupdates erfolgen weiterhin über die App, während der komfortable Home-Assistant-Power-Manager von Zendure cloudbasiert arbeitet.

  • Passt zu: Preisbewussten Haushalten mit zwei Modulen und etwa 100 bis 300 Watt Nachtgrundlast.
  • Stärke: Nahezu identischer AC-Round-trip bei 800 und 200 Watt.
  • Weniger geeignet für: Vier getrennte Modulstrings oder Verbraucher, die Ersatzstrom benötigen.
Zendure SolarFlow 800 Plus Balkonkraftwerk-Speicher
ZENDURE

SolarFlow 800 Plus

  • 85,0 % AC-Round-trip bei 800 Watt
  • 86,1 % AC-Round-trip bei 200 Watt
  • Lokaler MQTT-Modus und schnelle Regelung
  • Nur zwei MPPT-Eingänge
  • Kein Ersatzstromausgang

Beste lokale Nulleinspeisung: Maxxisun Maxxicharge 5.0 V2 – 85 von 100 Punkten

Der Maxxicharge ist mit rund 5 kWh nutzbarer Energie deutlich größer als ein typischer Balkonspeicher. Seine Stärke ist die schnelle, lokal arbeitende Regelung: In unserem Test reagierte das System meist in ein bis zwei Sekunden und blieb ungefähr innerhalb von plus/minus 15 Watt. Bei 800 Watt ermittelten wir 85,2 Prozent Effizienz; im Bypass waren es 94 Prozent. Das System ist teuer, schwer und für kleine Zwei-Modul-Anlagen überdimensioniert, bietet dafür aber viel Kontrolle ohne dauernde Cloud-Abhängigkeit.

Passt zu: Technikaffinen Haushalten mit hoher PV-Leistung, hohem Abendverbrauch und Wunsch nach lokaler Steuerung.

Maxxisun Maxxicharge 5.0 V2 mit CCU V2
MAXXISUN

MAXXICHARGE V2

  • Rund 5 kWh nutzbare Energie
  • Lokale Regelung in 1 bis 2 Sekunden
  • 85,2 % Effizienz bei 800 Watt
  • Rund 50 kg Gewicht
  • Hoher Anschaffungspreis

Bester großer Speicher: Anker SOLIX Solarbank 4 Pro – 83 von 100 Punkten

Die neue Anker Solix Solarbank 4 Pro kombiniert gut 5 kWh Kapazität mit bis zu 5 kW PV-Eingang und hoher Leistung an einem separaten Ausgang. Im Test von COMPUTER BILD kamen bei einer Entladung von 100 auf 1 Prozent 4,74 kWh an der Steckdose an. Das ist ein starker Einwegwert, aber kein direkt mit unseren Round-trip-Messungen vergleichbarer Gesamtwirkungsgrad. Für ein klassisches Zwei-Modul-Balkonkraftwerk ist das Gerät zu groß. Seine Stärken spielt es erst in einer größeren, fachgerecht ausgelegten Anlage aus.

Passt zu: Haushalten mit großer Modulfläche, hohem Verbrauch und Bereitschaft zur fachgerechten Elektroinstallation.

Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro mit 5 kWh Speicher
ANKER SOLIX

Solarbank 4 E5000 Pro

  • 5,024 kWh Speicherkapazität
  • Bis zu 5 kW PV-Eingang
  • 4,74 kWh im COMPUTER-BILD-Entladetest
  • Für kleine Balkonkraftwerke überdimensioniert
  • Hohe Netzleistung erfordert Fachplanung

Beste AC-Nachrüstung: Marstek Venus E 3.0 – 82 von 100 Punkten

Der Marstek ist interessant, wenn bereits ein Balkonkraftwerk vorhanden ist und der Speicher möglichst unabhängig von dessen DC-Verkabelung nachgerüstet werden soll. FAZ Kaufkompass kürte die Venus E 3.0 zum Testsieger und lobte vor allem Kapazität, Preis, leisen Betrieb und Smart-Meter-Unterstützung. Im FAZ-Test zeigte sich zugleich die Schwäche großer AC-Speicher: Über den Weg Laden aus dem Netz und spätere Einspeisung ins Haus kamen nur 71,9 Prozent zurück. Wer ihn sinnvoll einsetzt, bekommt viel Kapazität; wer täglich kleine Energiemengen hin- und herwandelt, verschenkt unnötig Strom.

Passt zu: Besitzern einer bestehenden Anlage, die viel Kapazität unkompliziert AC-seitig ergänzen möchten.

Marstek Venus E Gen 3.0 AC-Balkonkraftwerk-Speicher
MARSTEK

Venus E Gen 3.0

  • 5,12 kWh Nennkapazität
  • Einfache AC-Nachrüstung
  • Leiser Betrieb und Smart-Meter-Unterstützung
  • 71,9 % im FAZ-Test über den AC-Gesamtpfad
  • Rund 60 kg Gewicht

Gute Komplettset-Alternative: Jackery SolarVault 3 Pro – 81 von 100 Punkten

Jackery bietet mit 2,52 kWh, vier getrennten Solareingängen und einem übersichtlichen Komplettsystem eine interessante Alternative zu Anker und Solakon. Heise maß beim normalen SolarVault 3 Pro knapp 85 Prozent AC-Round-trip bei 800 Watt und rund 81 Prozent bei 200 Watt. Die lokale MQTT-/Home-Assistant-Anbindung und Ethernet sind klare Pluspunkte. Der im selben Test gemessene Stand-by-Verbrauch von knapp 30 Watt verhindert jedoch eine höhere Platzierung.

Passt zu: Käufern, die ein gut abgestimmtes Komplettset aus einer Hand suchen und kleine Software-Kompromisse akzeptieren.

Jackery SolarVault 3 Pro Balkonkraftwerk-Speicher
JACKERY

SolarVault 3 Pro

  • Knapp 85 % AC-Round-trip bei 800 Watt
  • Lokales MQTT, Home Assistant und Ethernet
  • Vier Solareingänge und bis zu 4 kW PV
  • Nur rund 81 % AC-Round-trip bei 200 Watt
  • Knapp 30 Watt Stand-by im Heise-Test

Balkonkraftwerk-Speicher Vergleich 2026

In der nachfolgenden Vergleichstabelle finden Sie alle getesteten Systeme, die wir nach zahlreichen Faktoren wie Effizienz, nutzbare Kapazität, Preis-Leistungsverhältnis und Funktionalität eingestuft haben. Alle Speicher eigenen sich für Balkonkraftwerke bis 2000 Watt und darüber hinaus. Über einen Klick aufs Testsiegel gelangen Sie direkt zum Einzeltest des jeweiligen Modells:

Platz 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Produktbild
Testsieger

Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro Balkonkraftwerk-Speicher

Effizienz-Sieger

Solakon ONE Balkonkraftwerk-Speicher

Preis-Leistung

Zendure SolarFlow 800 Plus Balkonkraftwerk-Speicher

Lokale Regelung

Maxxisun Maxxicharge 5.0 mit CCU V2 Balkonkraftwerk-Speicher

Große Anlagen

Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro Balkonkraftwerk-Speicher

AC-Nachrüstung

Marstek Venus E Gen 3.0 AC-Balkonkraftwerk-Speicher

Lokales MQTT

Jackery SolarVault 3 Pro Balkonkraftwerk-Speicher

5-kWh-Alternative

SunEnergyXT 500 und 500 Pro Balkonkraftwerk-Speicher

Bewährter Einstieg

Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro Balkonkraftwerk-Speicher

Sicherheitskonzept

FoxESS Avocado 22 Pro M Balkonkraftwerk-Speicher

EMV-Abwertung

Zendure SolarFlow 800 Pro Balkonkraftwerk-Speicher

EMV-Abwertung

EcoFlow STREAM Ultra Balkonkraftwerk-Speicher

Produkt Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro Solakon ONE Zendure SolarFlow 800 Plus Maxxisun Maxxicharge 5.0 mit CCU V2 Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro Marstek Venus E Gen 3.0 Jackery SolarVault 3 Pro SunEnergyXT 500 / 500 Pro Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro FoxESS Avocado 22 Pro M Zendure SolarFlow 800 Pro EcoFlow STREAM Ultra
Preisvergleich ab 999,00 €Bester Preis im Netz ab 589,00 €Exklusiver Bestpreis Deal ab ab 427,61 €Bester Preis im Netz5% Gutschein: “VHGTF6” ab 1.798,00 €Exklusiver Bestpreis Deal ab 1.499,00 €Bester Preis im Netz ab 999,00 €Bester Preis im Netz ab 599,00 €Exklusiver Bestpreis Deal ab 1.299,00 €Bester Preis im Netz ab 399,00 €Exklusiver Bestpreis Deal ab 699,00 €Bester Preis im Netz ab 599,00 €Exklusiver Bestpreis Deal ab 599,00 €Exklusiver Bestpreis Deal
Testnote 88/100 87/100 86/100 85/100 83/100 82/100 81/100 81/100 80/100 78/100 72/100
EMV-Abwertung: Stiftung Warentest 4,6
70/100
EMV-Abwertung: Stiftung Warentest 4,7
Speicher Kapazität
Herstellerangabe
2,688 kWh
bis 16,128 kWh
2,11 kWh
bis 12,66 kWh
1,92 kWh
bis 11,52 kWh
5,22 kWh
bis 83,56 kWh
5,024 kWh
bis 30,144 kWh
5,12 kWh
bis 15,36 kWh
2,52 kWh
bis 15,12 kWh
5,024 kWh
4,8 kWh nutzbar; bis 30,144 kWh
1,6 kWh
bis 15,04 kWh
2,11 kWh
bis 12,66 kWh
1,92 kWh
bis 11,52 kWh
1,92 kWh
bis 11,52 kWh
Nutzbare Kapazität
Messwert, sofern verfügbar
2,39 kWh
100–5 % SoC
1,76 kWh
100–10 % SoC
1,757 / 1,780 kWh
bei 800 / 200 W
rund 5 kWh 4,74 / 4,851 kWh
Off-grid / 200 W
4,83–4,93 kWh 2,04 kWh
bei 200 W
4,8 kWh
Herstellerangabe
1,41 kWh nicht gemessen
90 % DoD
ca. 1,88 kWh
Heise
1,68 kWh
Umwandlungseffizienz
AC/DC beachten
82,1 % AC
83,5 % DC → AC
89,7 %
DC → AC; 76 % bei 150 W
85,0 / 86,1 % AC
bei 800 / 200 W
85,2 %
Speicherpfad; PV-Bypass 94 %
ca. 82 % AC
bei 800 W
71,9 % AC
80 % im Mehrtageszyklus
ca. 85 / 81 % AC
bei 800 / 200 W
ca. 80 % AC
nur 500 Pro
ca. 83 %
bei 800 W
nicht gemessen ca. 83 %
bei 800 W
89,3 %
1,88 kWh rein / 1,68 kWh raus
Maximale Ausgangsleistung
Netz / Backup
Netz: 800 VA
Backup: 1.200 W
Netz: 800 VA
EPS: 1.200 W
Netz: 800 W
kein Backup
Netz: 800 VA
CCU/Backup: 1.200 oder 2.300 W*
Netz: 800 W
Fest/Backup: 2.500 W
Netz: 800 W
Fest/Backup: 2.500 W
Netz: 800 W
Backup: 1.200 W
500: 800 W
500 Pro: 2.400 W
Backup: 2.400 VA
Netz: 800 W
Off-grid: 1.000 W
Netz: 800 W
EPS: 1.200 W
Netz: 800 W
Off-grid: 1.000 W
Netz: 800 VA
Steckdose: ca. 1.200 W
Maximale Eingangsleistung
PV / AC
PV: 3.600 W
AC: 1.200 W
PV: 2.600 W
AC-Laden
PV: 1.500 W
AC: 1.000 W
PV: 3.000 W
AC: 1.200 / 2.300 W
PV: 5.000 W
AC: 2.500 W
AC: 2.500 W
kein PV-Eingang
PV: 4.000 W
AC: 1.200 W
PV: 2.500 W
PV + AC: 2.400 W
PV: 2.400 W
Akku: ca. 1.000 W
PV: 2.600 W
AC: 1.200 W
PV: 2.640 W
AC-Laden
PV: 2.000 W
AC: 1.050 W
Ausgangsleistung regulierbar 0–800 W 0–800 W 0–800 W 0–800 W
*mehr nur per Festanschluss
0–800 W
2.500 W per Festanschluss
0–800 W
2.500 W per Festanschluss
0–800 W 500: 0–800 W
Pro: 0–2.400 W
0–800 W 0–800 W 0–800 W 0–800 W
MPP Tracker 4 4 2 1
3 Stringports
4
AC-gekoppelt
4 4 4 4 4 4
Batterie Typ LiFePO4 LiFePO4 LiFePO4 LiFePO4 LiFePO4 LiFePO4 LiFePO4 LiFePO4 LiFePO4 LiFePO4 LiFePO4 LiFePO4
Ladezyklen
Herstellerangabe
6.000
bis 70 %
bis 8.000
Leistungszusage: 6.000
6.000
ca. 70 %
6.000 10.000 > 6.000
bis 80 %
6.000
bis ≥ 70 %
> 10.000
bis > 70 %
6.000
bis 70 %
8.000
bis 70 %
k. A. 6.000
bis 70 %
Produktgarantie 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre
Schutzart IP65 IP65 IP65 IP65 IP66 IP65 IP65 IP65 IP65 IP65 IP65 IP65
Akku Heizfunktion nur AB2000X nicht ausgewiesen nicht ausgewiesen
< 0 °C
optional
App-Steuerung
Smart Plugs
Anker Smart Plugs
nicht belegt
über Zendure HEMS

Anker Smart Plugs
nicht belegt nicht belegt
EcoFlow Smart Plugs
Shelly Pro 3EM Anker Smart Meter
auch Shelly Pro 3EM

lokale HA-Anbindung
über HA / MQTT
lokal über CCU V2

Modbus TCP / HA

CT002 / Open API
über MQTT / HA HTTP-API / HA Anker Smart Meter
auch Shelly
firmwareabhängig
HTTP / MQTT
EcoFlow Smart Meter
Shelly-Unterstützung vorhanden
Zeitsteuerung
Energiemanagement
mit KI-Funktionen

Anker Intelligence™
nicht verifiziert
ZENKI / HEMS

Anker Intelligence™
nicht verifiziert nicht verifiziert beworben
ZENKI

EcoFlow OASIS™
Bidirektionales Laden
AC-Netzladen bis 2.400 W
Notstromfunktion
bei Stromausfall

1.200 W

1.200 W

bis 2.300 W / 20 ms

2.500 W / < 10 ms

2.500 VA

1.200 W / < 20 ms

2.400 VA gesamt

1.000 W

1.200 W

1.000 W

1.200 W, nur Steckdosen
Zum Anbieter ANKER.DEKLEINESKRAFTWERK.DE ZUM EXKLUSIV-DEAL BEIM HERSTELLER ZUM ANGEBOT ZUM AKTUELLEN ANGEBOT ZUM BALKONSTROM-DEAL ZUM YUMA-ANGEBOT ZUM ANBIETER ZUM AKTUELLEN ANGEBOT ZUM HÄNDLER ZUM ZENDURE-ANGEBOT ZUM ECOFLOW-ANGEBOT
Powerness
Inhaltsverzeichnis Anzeigen

So haben wir Speicher getestet

Die größte Schwäche vieler Speichervergleiche ist nicht ein falscher Messwert, sondern der Vergleich unterschiedlicher Messwege. Ein Hersteller kann mit 96 Prozent Wirkungsgrad werben, während ein Praxistest nur 80 Prozent ermittelt – und beide Werte können technisch korrekt sein. Entscheidend ist, ob nur die Entladung, ein DC-zu-AC-Pfad oder der vollständige Weg vom Laden bis zur späteren Abgabe gemessen wurde.

Zu einer belastbaren Messung gehören deshalb mindestens vier Angaben: die exakt geprüfte Gerätevariante, der Energiepfad, das verwendete Ladefenster und die Last. Bei Fremdtests nennen wir zusätzlich die Quelle und weisen direkt darauf hin, wenn Rohwerte, Firmwarestand oder einzelne Teilmessungen fehlen.

Deshalb trennen wir in diesem Vergleich vier Ebenen:

  • Eigene Messungen: nutzbare Energie, Lade- und Entladeverluste, Verhalten bei 800 und 150 Watt, Stand-by-Verbrauch sowie Reaktionsgeschwindigkeit mit Smart Meter.
  • Unabhängige Labortests: vor allem EMV, elektrische Sicherheit, Dichtigkeit und Verhalten in der Klimakammer. Diese Prüfungen können wir redaktionell nicht vollständig ersetzen.
  • Redaktionelle Praxistests anderer Medien: Installation, App, Funktionsumfang, Geräusch, Regelung und besondere Einsatzfälle.
  • Herstellerangaben: maximale PV-Leistung, Zyklen, Garantie und Erweiterbarkeit. Diese fließen nur begrenzt ein, solange sie nicht praktisch bestätigt wurden.

Ein 95-Prozent-Wert aus einer reinen Entladung wird daher nicht gegen einen 82-Prozent-AC-Round-trip gestellt. Ebenso übertragen wir kein Testergebnis auf ein ähnlich benanntes Nachfolgemodell: Der Growatt NEXA 2000 ist nicht der Growatt NOAH 2000, und der von Stiftung Warentest geprüfte FoxESS Avocado Orbit M ist nicht automatisch mit dem neueren Avocado 22 Pro gleichzusetzen.

Auch Unterschiede von ein bis zwei Prozentpunkten sollten nicht überbewertet werden. Akkutemperatur, Zellbalancing, Firmware, Ladezustandsanzeige und Messauflösung können das Ergebnis sichtbar verschieben. Wichtiger als eine zusätzliche Nachkommastelle sind deshalb wiederholbare Größenordnungen und das Verhalten bei mehreren Lastpunkten.

Anker SOLIX Solarbank 2 Pro Balkonkraftwerk-Speicher im Test am Labornetzteil
Welcher Balkonkraftwerk-Speicher ist der beste?
Zendure SolarFlow Hub 2000 am Labornetzteil getestet
Wir prüfen jeden Speicher mit einem reproduzierbaren Messaufbau am Labornetzteil.

Unsere Gewichtung: 100 Punkte mit Sicherheitsbremse

  • Nutzbare Energie und Effizienz: 25 Punkte. Wir berücksichtigen den vollständigen Messpfad, die abgegebene Energie, Teillastverhalten und Stand-by – nicht nur einen Spitzenwert bei hoher Last.
  • Regelung und Eigenverbrauch: 20 Punkte. Bewertet werden Reaktionszeit, Genauigkeit, Stabilität und das Verhalten bei plötzlichen Lastwechseln.
  • Sicherheit und Laborbefunde: 20 Punkte. EMV, elektrische Sicherheit, Dichtigkeit, Temperaturverhalten und belastbare Nachweise zählen stärker als zusätzliche Komfortfunktionen.
  • Bedienung und Software: 15 Punkte. Dazu gehören Einrichtung, App-Stabilität, Zeitpläne, Datenzugriff, lokale Schnittstellen und Cloud-Abhängigkeit.
  • Erweiterbarkeit und Flexibilität: 10 Punkte. Hier fließen PV-Eingänge, Kompatibilität, AC-/DC-Pfade, Erweiterungsakkus und ein klar abgegrenzter Ersatzstromausgang ein.
  • Preis-Leistung: 10 Punkte. Maßstab ist nicht nur der Preis pro Nenn-kWh, sondern der Preis pro sinnvoll nutzbarer kWh einschließlich Smart Meter, Garantie und notwendigem Zubehör.

Zusätzlich gilt eine Sicherheitsbremse: Ein gravierender Laborbefund lässt sich nicht durch eine schöne App oder viele Anschlüsse ausgleichen. Bei einem nicht aufgelösten mangelhaften EMV-Urteil vergeben wir deshalb keine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Modelle ohne eigenen oder sauber dokumentierten unabhängigen Vollzyklus können trotz guter Ausstattung ebenfalls nicht Testsieger werden.

Fehlende Labordaten sind dabei kein Beweis für ein unsicheres Gerät. Sie begrenzen jedoch die erreichbare Bewertung in den Bereichen Effizienz sowie Sicherheit und Laborbefunde. Ein bestätigter Mangel wird stärker abgewertet als eine lediglich unvollständige Datenlage. Ältere Notensiegel aus ausführlichen Einzeltests sind außerdem nicht mit der hier verwendeten 100-Punkte-Rangliste gleichzusetzen.

Was wir nicht behaupten

Unsere mehrwöchigen Praxistests ersetzen weder eine normgerechte elektrische Sicherheitsprüfung noch einen mehrjährigen Zyklenversuch. Aussagen zu 6.000 oder 10.000 Ladezyklen sind in der Regel Herstellerangaben. Auch eine IP-Schutzart auf dem Datenblatt beweist nicht, dass jede Abdeckung im Starkregen dicht bleibt. Wo uns belastbare Messwerte fehlen, schreiben wir das ausdrücklich.

Warum Stiftung Warentest, FAZ, COMPUTER BILD, Heise und IMTEST zu anderen Siegern kommen

Ein vermeintlicher Widerspruch zwischen Tests ist oft nur die Folge unterschiedlicher Testfelder und Gewichtungen. Wer die Ergebnisse sinnvoll nutzen möchte, sollte daher nicht nur auf den Sieger schauen, sondern auf die Disziplin, die für den eigenen Einsatz entscheidend ist.

Stiftung Warentest: erstmals mit EMV, Starkregen und Klimakammer

Stiftung Warentest prüfte im März 2026 fünf rund 2 kWh große All-in-One-Speicher: Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro, EcoFlow STREAM Ultra, FoxESS Avocado Orbit M, Growatt NEXA 2000 und Zendure SolarFlow 800 Pro. Die Funktion floss mit 60 Prozent, die Handhabung mit 25 Prozent und EMV, Sicherheit sowie Datenschutz mit jeweils 5 Prozent ein. Gemessen wurden unter anderem Wirkungsgrad bei verschiedenen Lasten, nutzbare Kapazität, Reaktionszeit und Betrieb zwischen minus 20 und plus 55 Grad Celsius.

Das Ergebnis war ernüchternd. Drei der fünf Geräte erhielten wegen zu hoher elektromagnetischer Störaussendungen insgesamt „mangelhaft“. Öffentlich ausgewiesene Ergebniszusammenfassungen nennen für EcoFlow 4,7, Growatt NEXA 5,2 und Zendure 4,6. Anker kam auf „befriedigend“ mit 3,3, der inzwischen nicht mehr regulär angebotene FoxESS Orbit M auf „ausreichend“ mit 4,4. Beim Starkregentest drang außerdem bei vier Geräten Wasser in integrierte Steckdosen ein.

Für unseren Vergleich ist das ein wichtiger Korrekturfaktor. Ein Gerät kann im Alltag schnell und effizient regeln und trotzdem ein relevantes Laborproblem haben. Umgekehrt darf das Urteil über den Growatt NEXA nicht auf den technisch anders aufgebauten NOAH übertragen werden. Dasselbe gilt für FoxESS Orbit M und Avocado 22 Pro. Herstelleränderungen oder neue Revisionen berücksichtigen wir erst, wenn sie eindeutig dokumentiert und unabhängig nachvollziehbar sind.

Ein mangelhaftes EMV-Ergebnis bedeutet nicht automatisch akute Brand- oder Stromschlaggefahr. Es zeigt jedoch, dass die elektromagnetischen Störaussendungen außerhalb der geprüften Grenzwerte lagen und andere Geräte oder Funkdienste beeinträchtigen können. Deshalb behandeln wir EMV als eigenständigen, normrelevanten Sicherheitsaspekt.

FAZ Kaufkompass: Marstek gewinnt mit viel Kapazität, zeigt aber AC-Verluste

FAZ Kaufkompass verglich zuletzt neun Speicher und wählte den Marstek Venus E 3.0 zur Empfehlung für die meisten Nutzer. Der Test arbeitete unter anderem mit einer konstanten Last um 462 Watt und ermittelte die Energiebilanz verschiedener Leistungswege. Gerade diese Messung ist wertvoll, weil sie zeigt, wie stark Ergebnisse vom Anschlussweg abhängen.

Beim Marstek standen an der separaten Steckdose 4,93 kWh nutzbar zur Verfügung; für den AC-Weg aus dem Netz in den Akku und später zurück ins Haus ermittelte die FAZ jedoch nur 71,9 Prozent Gesamtwirkungsgrad. Anker erreichte auf diesem Netzpfad 82,2 Prozent, Solakon 86,3 Prozent. Diese Werte bestätigen die Größenordnung unserer Messungen, sind wegen anderer Lasten, Reserven und Firmware aber kein eins zu eins vergleichbarer Ranglistenlauf.

Die FAZ-Empfehlung ist deshalb besonders für Haushalte plausibel, die bewusst einen großen AC-Speicher nachrüsten möchten. Für ein kleines Balkonkraftwerk mit wenig täglichem Überschuss ist die Venus E trotz ihres Testsiegs häufig zu groß.

COMPUTER BILD: Bedienung und praktische Komplettlösung im Vordergrund

COMPUTER BILD empfiehlt in seinem Marktvergleich weiterhin die Anker Solarbank 2 Pro als unkomplizierte Gesamtlösung. Positiv bewertet wurden die einfache Einrichtung, die App und die Smart-Meter-Regelung. Der Maxxicharge fiel mit schneller Nulleinspeisung und hochwertiger Verarbeitung auf, während Growatt NOAH beziehungsweise NEXA als preiswerte Einstiege eingeordnet wurden.

Beim jüngeren Test der Anker Solarbank 4 Pro bewertete COMPUTER BILD das 5-kWh-System mit „sehr gut“. Bei der Entladung von 100 auf 1 Prozent wurden 4,74 kWh am Ausgang gemessen. Dieser Wert belegt eine hohe nutzbare Energie, ist aber kein kompletter Lade-Entlade-Wirkungsgrad. Genau deshalb übernehmen wir die Zahl, nicht jedoch eine daraus abgeleitete 94-Prozent-Round-trip-Aussage.

Smartzone: Empfehlungen nach Einsatzfall statt ein universeller Sieger

Smartzone ordnet Speicher stärker nach Nutzungsszenario. Zu den Top-Lösungen zählen dort Anker Solarbank 3 Pro, Zendure SolarFlow 2400 Pro und Marstek Venus D; günstigere Empfehlungen sind unter anderem Marstek Venus A, Hoymiles HiBattery 1920 AC und Zendure SolarFlow 800 Plus. Gelobt werden schnelle dynamische Regelung und ausgereifte Apps, zugleich nennt Smartzone Probleme bei Heizung, niedrigen Ladezuständen und Firmware.

Dieser Ansatz ist sinnvoll: Ein günstiger 2-kWh-Speicher kann für eine kleine Anlage besser sein als ein technisch überlegenes 5-kWh-System. Wir verwenden Smartzone daher als zusätzlichen Praxisindikator, übertragen Ergebnisse neuerer Modellreihen aber nicht auf ältere Geräte im Testfeld.

Heise/TechStage: neue Bestenliste, aber unterschiedliche Messpfade

Heise hat seine frei zugängliche Speicher-Bestenliste am 29. August 2026 umfassend aktualisiert. Testsieger ist nun der Zendure SolarFlow 2400 Pro vor der Anker Solarbank 4 Pro als Technologiesieger. Der SunEnergyXT 500 Pro folgt auf Platz 3; neuer Preis-Leistungs-Sieger ist der Zendure SolarFlow 800 Plus auf Platz 7.

Diese Reihenfolge übernehmen wir nicht ungeprüft. Heise bündelt zahlreiche Einzeltests verschiedener Autoren und Zeitpunkte; nicht alle Geräte durchlaufen denselben Messzyklus. Nutzbare Kapazität, momentaner Wechselrichterwirkungsgrad, reine Entladeeffizienz und vollständiger AC-Round-trip sind deshalb nur innerhalb desselben Messpfads vergleichbar. Der SolarFlow 2400 Pro ist zudem für klassische Zwei-Modul-Anlagen meist überdimensioniert.

Besonders wertvoll sind die transparent dokumentierten Vollzyklen: Beim SolarFlow 800 Plus kamen nach durchschnittlich 2,067 kWh AC-Ladeenergie 1,757 kWh bei 800 Watt beziehungsweise 1,780 kWh bei 200 Watt zurück. Das entspricht 85,0 und 86,1 Prozent AC-Round-trip. Beim SunEnergyXT 500 Pro maß Heise rund 80 Prozent bei 800 Watt, veröffentlichte dazu aber keine Rohwerte; eine 200-Watt- und Stand-by-Messung fehlt dort.

IMTEST: einheitlicher Kapazitätsvergleich bei 200 Watt

IMTEST hat seinen Vergleich am 29. August 2026 auf 16 Speicher erweitert. Testsieger ist dort die Anker Solarbank 4 Pro. Für unseren Vergleich ist vor allem die einheitliche Kapazitätsmessung interessant: Die Systeme werden mit identischen 450-Watt-Modulen geladen und anschließend konstant mit 200 Watt in den Haushalt entladen.

Damit misst IMTEST die bei kleiner Last abgegebene Energie, aber keinen vollständigen Round-trip-Wirkungsgrad, weil die zuvor hineingeladene Energiemenge nicht in den Quotienten eingeht. Besonders gute Kapazitätswerte erreichten die Anker Solarbank 4 Pro mit 4,851 von 5,024 kWh und die EcoFlow STREAM Ultra X mit 3,655 von 3,84 kWh. Beim Jackery SolarVault 3 Pro waren es rund 2,04 von 2,52 kWh, beim Zendure SolarFlow 800 Pro 2 1,721 von 1,92 kWh und beim SolarFlow 2400 Pro 2,17 von 2,40 kWh.

Die Ergebnisse ergänzen unsere Vollzyklen, ersetzen sie aber nicht. Sie zeigen, wie viel Energie bei typischer Grundlast abgegeben wird; für Netzladen und spätere Nutzung bleibt der AC-zu-AC-Round-trip die entscheidende Kennzahl.

Home & Smart, Energienerds und weitere Praxistests

Home & Smart vergab im eigenen Schema 94 von 100 Punkten für den FoxESS Avocado 22 Pro und 91 Punkte für die Anker Solarbank 4 Pro. Solche Werte zeigen, dass Ausstattung, Installation und Sicherheitskonzept redaktionell überzeugen können. Sie ersetzen aber keine Laborprüfung; einzelne beworbene Funktionen wie dynamische Tarife oder ein integriertes Löschsystem waren nicht in jedem Test vollständig praktisch verifiziert.

Energienerds bewertete die Jackery SolarVault 3 Pro Max mit 4,1 von 5 Punkten und maß rund 84 bis 85 Prozent Round-trip-Effizienz. Inzwischen ist die Datenlage für den normalen Pro besser: Heise ermittelte knapp 85 Prozent bei 800 Watt und rund 81 Prozent bei 200 Watt, zugleich aber einen Stand-by-Verbrauch von knapp 30 Watt. Diese direkte Messung des normalen Modells ist für unsere Rangfolge aussagekräftiger als die frühere Übertragung aus der Pro-Max-Familie.

Beste Balkonkraftwerk-Speicher im Einzeltest

Platz 1: Anker SOLIX Solarbank 3 Pro – das beste Gesamtpaket

Die Solarbank 3 Pro gewinnt nicht in jeder Einzeldisziplin. Sie ist aber der Speicher mit den wenigsten großen Kompromissen. Das Basismodul besitzt 2,688 kWh Nennkapazität und lässt sich mit Akkumodulen erweitern. Vier getrennte PV-Eingänge sind inzwischen Standard in dieser Leistungsklasse; wichtiger sind die hohe mögliche PV-Eingangsleistung, die saubere Einbindung des Smart Meters und die ausgereifte Steuerung.

Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro im Test
Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro im EnergieMagazin-Praxistest

In unserem Kapazitätstest konnten wir zwischen 100 und 5 Prozent Ladezustand 2,39 kWh ins Haus zurückführen. Für eine vollständige AC-Ladung wurden 2,91 kWh benötigt, woraus sich für diesen AC-zu-AC-Zyklus 82,1 Prozent ergeben. Beim Laden über die DC-Seite lag der vergleichbare Pfad bei rund 83,5 Prozent. Unter geringer Last fällt das Ergebnis deutlich ab: Bei 150 Watt kamen nur 2,06 kWh zurück, entsprechend rund 71,6 Prozent in diesem Testlauf. Der Stand-by-Verbrauch von etwa 9,5 Watt ist ebenfalls höher, als wir es von einem effizienten Energiemanager erwarten.

IMTEST kam bei einer konstanten Abgabe von 200 Watt auf eine Energiemenge von rund 20 Prozent unter der Nennkapazität. Dieser Wert ist kein Round-trip-Wirkungsgrad, weil die beim vorherigen Solarladen aufgenommene Energie nicht in den Quotienten eingeht. Er bestätigt aber, dass die nutzbare Abgabe bei kleiner Last deutlich unter dem nominellen 2,688-kWh-Wert bleibt.

Sehr gut ist die dynamische Regelung. Mit Anker Smart Meter oder Shelly reagierte das System meist nach zwei bis drei Sekunden. Bei stabiler Last verblieben üblicherweise 0 bis 25 Watt Netzbezug. Die App visualisiert Energieflüsse verständlich, unterstützt Zeitpläne und dynamische Tarife und nimmt Einsteigern viel Konfiguration ab. Wer Home Assistant oder vollständig lokale Automationen erwartet, findet bei anderen Systemen offenere Wege.

Dynamische Einspeisung der Anker SOLIX Solarbank 3 Pro mit Shelly Pro 3EM gemessen
So präzise arbeitet die dynamische Einspeisung mit dem Smart Meter.

Die externe Datenlage ist umfangreich. Die FAZ ermittelte auf dem Netzpfad 82,2 Prozent und bestätigt damit unsere Größenordnung. Stiftung Warentest bewertete das Gerät insgesamt mit 3,3. Besonders gute Bedienung stand dort einem schwächeren EMV- und Sicherheitsbild gegenüber. Das verhindert eine höhere Punktzahl, macht die Solarbank im Gesamtmarkt aber nicht automatisch zu einer schlechten Wahl.

Technik im Detail: Im Gehäuse sitzen LiFePO4-Akku, vier MPP-Tracker, bidirektionaler Wechselrichter und Energiemanager. Pro PV-Kanal sind bis zu 900 Watt, insgesamt bis zu 3.600 Watt, vorgesehen. Vier Eingänge sind 2026 allein kein Kaufgrund mehr. Bei der Solarbank ist wichtiger, dass vier unterschiedlich ausgerichtete oder zeitweise verschattete Modulgruppen getrennt arbeiten können und genügend Eingangsreserve für größere Setups vorhanden ist. Die 2,688-kWh-Basiseinheit lässt sich laut Hersteller mit Zusatzakkus bis auf rund 16,1 kWh ausbauen. Die beworbenen 6.000 Ladezyklen und 10 Jahre Garantie sind Herstellerangaben; einen mehrjährigen Zyklenversuch können wir nicht redaktionell nachbilden.

So ist der Wirkungsgrad zu lesen: Für den vollständigen AC-Test luden wir von der eingestellten Untergrenze von 5 Prozent auf 100 Prozent. Am Netz wurden 2,91 kWh Wechselstrom gemessen. Danach speiste die Solarbank bis zur gleichen Untergrenze 2,39 kWh ins Haus zurück. Der daraus berechnete AC-zu-AC-Wirkungsgrad von 82,1 Prozent enthält Ladeverluste, Akku, Wechselrichter und Eigenverbrauch. Beim DC-Lauf wurden mit rund 750 Watt insgesamt 2,86 kWh Gleichstrom zugeführt; bei erneut 2,39 kWh AC-Abgabe ergeben sich 83,5 Prozent DC zu AC. Diese Werte sind aussagekräftiger als ein reiner Entladewert, weil Ein- und Ausgang im selben Zyklus erfasst wurden.

Anker SOLIX Solarbank 3 Pro beim Wirkungsgradtest mit Labornetzteil und Energiemessgerät
Test am Labornetzteil: Wir haben AC- und DC-Wirkungsgrad getrennt gemessen.

Die Teillast ist der kritische Punkt: Bei einer nächtlichen Dauerlast von 150 Watt kamen nur 2,06 kWh zurück. Bezogen auf denselben Ladeeinsatz entspricht das 71,6 Prozent. Wechselrichter, Batteriemanagement und Kommunikation benötigen auch dann Energie, wenn nur Router, Kühlgerät und Stand-by-Verbrauch versorgt werden. Dazu kommen rund 9,5 Watt Bereitschaftsverbrauch. Würde dieser Wert ohne Unterbrechung ein Jahr lang anliegen, wären das rechnerisch etwa 83 kWh. Der reale Jahreswert hängt vom Betriebsmodus ab, macht aber deutlich, weshalb ein sehr kleiner Nachtverbrauch nicht automatisch perfekt zu einem großen All-in-One-Speicher passt.

Off-Grid und Geräusch: Die separate Steckdose liefert bei Netzausfall bis zu 1.200 Watt für direkt angeschlossene Geräte. Im Netzbetrieb teilt sie sich Leistungsgrenzen mit dem restlichen System; sie ist kein Weg zu zusätzlicher Einspeisung in den Hausstromkreis. Der Ausgang sollte nur bei Bedarf aktiv sein. In einem Praxislauf verlor das System mit eingeschalteter Steckdose innerhalb von drei Tagen rund 40 Prozent Ladezustand. Lüfter dominieren den Betrieb nicht, doch elektronische beziehungsweise hochfrequente Geräusche machen die Solarbank nicht vollständig lautlos. Direkt neben einem Bett würden wir sie nicht aufstellen.

App und Fremdtests: Anker Intelligence kann Wetter, Verbrauchsmuster und dynamische Preise für Ladepläne nutzen. Bei erwartetem PV-Überschuss lassen sich Smart Plugs beispielsweise für ein E-Bike-Ladegerät aktivieren. Dieser Bedienkomfort ist ein echter Vorsprung; eine vollständig dokumentierte, cloudunabhängige Home-Assistant-Lösung gehört bei dieser Generation aber nicht zum Kernangebot. Im FAZ-Kaufkompass lagen 82,2 Prozent auf dem dortigen Netzpfad fast exakt in unserer Größenordnung. Stiftung Warentest kam dagegen nur auf 3,3: guter Funktion und sehr guter Handhabung standen schwächere Befunde bei EMV und Sicherheit gegenüber. Dieser Laborbefund verhindert eine noch höhere Punktzahl.

Heise/TechStage zur Solarbank 3 Pro: Im Praxistest passte die Solarbank ihre Einspeisung sowohl mit dem Anker Smart Meter als auch mit dem Shelly Pro 3EM innerhalb weniger Sekunden zuverlässig an. Heise empfiehlt das System vor allem anspruchsvollen Nutzern mit mehreren Modulen und dynamischem Stromtarif. Einen vollständigen, nachvollziehbar dokumentierten Effizienzzyklus veröffentlicht dieser Einzeltest jedoch nicht. Für die Energiebilanz bleiben deshalb unsere Messung, der FAZ-Wert und die Laborbewertung von Stiftung Warentest aussagekräftiger.

Anker Intelligence KI-Smart-Modus in der App der Solarbank 3 Pro
Anker Intelligence und KI-Smart-Modus in der App

Stärken: sehr rundes System, gute App, schnelle Regelung, hohe Erweiterbarkeit, dynamisches AC-Laden, breite unabhängige Datenbasis.

Schwächen: hohe Verluste bei kleiner Last, 9,5 Watt Stand-by, nicht völlig geräuschlos, eingeschränkte lokale Smart-Home-Integration, Stiftung Warentest nur 3,3.

Unser Urteil: 88/100 – Testsieger für die meisten Haushalte. Wer nachts meist nur 100 bis 200 Watt benötigt, sollte Solakon und sparsamere Lösungen besonders genau mitprüfen.

Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro Vorderansicht Front Produktbild
Testnote: SEHR GUT (1,1) für Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro im Langzeittest
ANKER

Solix Solarbank 3 E2700 Pro

  • Smarte KI Steuerung
  • Bis zu 3600 Watt Ladeleistung
  • Erweiterbar auf 16,2 kWh
  • Nicht lautlos im Betrieb
  • Nur max. 2,39 kWh nutzbar
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 22/25
Regelung und Eigenverbrauch 19/20
Sicherheit und Laborbefunde 14/20
Bedienung und Software 14/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 10/10
Preis-Leistung 9/10
Gesamt 88/100

Platz 2: Solakon ONE – höchste Effizienz im eigenen Vergleich

Der Solakon ONE ist die knappste Alternative zum Testsieger. Seine 2,11 kWh Nennkapazität passen gut zu typischen Anlagen mit zwei bis vier Modulen. In unserem Test standen zwischen 100 und der eingestellten 10-Prozent-Reserve 1,76 kWh zur Verfügung. Bei hoher Last wurden zuvor 1,96 kWh DC-Energie in das System geladen; 1,76 kWh gelangten später als Wechselstrom in den Haushalt. Das entspricht 89,7 Prozent für genau diesen DC-zu-AC-Messweg.

Solakon ONE Balkonkraftwerk-Speicher im Test
Solakon ONE im EnergieMagazin-Test

Bei 150 Watt sank die Effizienz auf 76 Prozent. Das ist zwar deutlich besser als bei manchen Konkurrenten, zeigt aber erneut, warum ein einzelner Datenblattwirkungsgrad wenig aussagt. Die separate AC-Ladephase aus dem Netz arbeitete in unserem Versuch mit rund 91 Prozent; das ist kein vollständiger AC-Round-trip und darf nicht mit 91 Prozent Gesamteffizienz verwechselt werden.

Die Nulleinspeisung mit Shelly reagierte schnell und lag typischerweise zwischen etwa 20 Watt Bezug und 20 Watt Überschuss. LAN-Anschluss und externe Antenne sind praktische Details an einem ungünstigen Aufstellort. Positiv bewerten wir auch die klare Begrenzung der regulären Netzeinspeisung auf 800 Watt. Höhere Leistung an einem separaten Ersatzstromausgang ist davon zu unterscheiden.

Solakon ONE im Praxis-Test mit Shelly-Messung der Nulleinspeisung
Wir haben den Solakon ONE inklusive Nulleinspeisung auf Herz und Nieren geprüft.

Den Testsieg verpasst Solakon vor allem wegen der kleineren externen Datenbasis und der noch jungen Software. Inzwischen steht eine lokale Home-Assistant-Integration mit Sensoren und Steuerungsmöglichkeiten bereit. Einrichtung, IP-Ermittlung, Repository-Einbindung und einzelne Hilfssensoren erfordern jedoch noch Handarbeit. Auch die feste Reserve reduziert die nutzbare Energiemenge, schützt dafür den Akku.

Technik im Detail: Der ONE kombiniert 2,11 kWh LiFePO4, vier einzeln geregelte PV-Eingänge und einen bidirektionalen Wechselrichter. Jeder Eingang ließ sich an unserem 60-Volt-/20-Ampere-Labornetzteil bis rund 650 Watt ausreizen; zusammen sind 2.600 Watt PV-Eingang vorgesehen. Das passt zu vier starken Modulen, gemischten Ausrichtungen und Teilverschattung. Bis zu fünf Zusatzmodule erhöhen die Kapazität laut Hersteller auf 12,66 kWh. Je nach Bewertungsgrenze werden bis zu 8.000 Zyklen genannt. Diese Lebensdauerangabe ist nicht Bestandteil unseres mehrwöchigen Praxistests.

Messprotokoll und nutzbare Energie: Der ONE war auf eine Untergrenze von 10 Prozent eingestellt. Für den DC-Lade- und AC-Entladepfad erfassten wir 1,96 kWh zugeführte Gleichstromenergie. Bei einer konstanten Abgabe von 800 Watt kamen 1,76 kWh Wechselstrom im Haushalt an. Das ergibt 89,7 Prozent. Die abgegebene Energie entspricht rund 83 Prozent der Nennkapazität. Bezogen nur auf den theoretisch freigegebenen Bereich zwischen 100 und 10 Prozent liegt die Nutzbarkeit höher; der Rest entfällt auf Wandlung, Eigenverbrauch und die nicht vollkommen lineare Ladezustandsanzeige.

Teillast und Netzladung: Bei 150 Watt sank der Wert auf 76 Prozent. Der Abstand zum Hochlastlauf bleibt deutlich, ist aber kleiner als bei mehreren Konkurrenten. Für die separate AC-Ladephase benötigte der Speicher rund 1,93 kWh und erreichte dabei ungefähr 91 Prozent Ladeeffizienz. Das ist ausdrücklich kein 91-Prozent-Round-trip: Bei der späteren Abgabe entstehen weitere Akku- und Wechselrichterverluste. Wer dynamische Tarife nutzen möchte, sollte deshalb den vollständigen AC-zu-AC-Wert und nicht nur die Ladephase kalkulieren.

Regelung und Verbindung: Mit Shelly Pro 3EM folgte der ONE auch harten Lastsprüngen schnell. Nach dem Einpendeln lag die Bilanz normalerweise zwischen etwa 20 Watt Bezug und 20 Watt Überschuss. Entscheidend ist nicht nur die Geschwindigkeit, sondern die Stabilität: Das System oszillierte nicht dauerhaft um den Nullpunkt. LAN-Port, externe Antenne und Display sind im Keller oder hinter einer gedämmten Außenwand praktische Vorteile. Die App zeigt einzelne PV-Kanäle, Akkustand, Historie und Zeitpläne; Solakon nennt zudem einen Serverstandort in Deutschland. Ergänzend ist inzwischen eine lokale Home-Assistant-Anbindung verfügbar; sie ist funktional, aber noch nicht so einfach eingerichtet wie eine native Plug-and-play-Integration.

Solakon ONE Speicher mit integriertem LED-Display
Das integrierte Display zeigt die wichtigsten Echtzeitdaten direkt am Gerät.

Ersatzstrom und Leistungspfade: Im Inselbetrieb stellt die separate EPS-Steckdose bis zu 1.200 Watt bereit. Im Netzbetrieb können Leistung am EPS-Verbraucher und begrenzte Hausabgabe gleichzeitig auftreten; beworbene Summen um 2.200 Watt sind jedoch keine 2.200-Watt-Netzeinspeisung. Für die vereinfachte Nutzung muss die konkrete deutsche Geräte- und Firmwarevariante netzparallel dauerhaft auf höchstens 800 VA begrenzt sein. Eine frei auswählbare höhere App-Stufe wäre rechtlich anders zu bewerten als der getrennte Insel-Ausgang.

Was die FAZ gemessen hat: Im FAZ-Kaufkompass wurden bei 800 Watt AC-Abgabe 1,88 kWh und ein Wirkungsgrad von 86,3 Prozent ermittelt. Am Notstromausgang lag der Wert bei rund 78 Prozent mit etwa 460 Watt Last; der Verbraucher lief ungefähr vier Stunden und nutzte rund 1,7 kWh. Die AC-Ladung erfolgte mit etwa 1.220 Watt und dauerte rund 2 Stunden 10 Minuten. Die Abweichungen zu unserem Test sind durch andere Lasten, Ladegrenzen und Messpunkte plausibel. Beide Datensätze zeigen dasselbe Muster: sehr guter Netzpfad, merklich schwächer bei kleinerer Last beziehungsweise am Notstromausgang.

Heise/TechStage bestätigt den Teillasteffekt: Bei 800 Watt entnahm Heise knapp 1,7 kWh und errechnete bezogen auf das nutzbare Ladefenster einen Wert von gut 89 Prozent. Bei 150 Watt sank das Ergebnis auf ungefähr 75 Prozent. Die Berechnungsbasis ist nicht identisch mit unserem DC-zu-AC-Zyklus, die Größenordnung und vor allem der Abstand zwischen hoher Last und Teillast stimmen aber nahezu exakt überein. Im gut dreiwöchigen Heise-Test funktionierten Speicher und dynamische Shelly-Regelung zuverlässig; kritisiert wurden vor allem noch unvollständige App-Diagramme und langsam aktualisierte Detailwerte.

Stärken: höchste eigene Effizienzmessung, sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, schnelle Regelung, LAN und externe Antenne.

Schwächen: feste 10-Prozent-Reserve, App und Automationen noch nicht auf Anker-Niveau, einige Schnittstellen bislang angekündigt, weniger unabhängige Langzeit- und Labordaten.

Unser Urteil: 87/100 – die beste Wahl für Käufer, die Effizienz, Konnektivität und Preis-Leistung über maximalen Bedienkomfort stellen.

Solakon ONE Balkonkraftwerk-Speicher mit Erweiterungsakku
EnergieMagazin Testurteil sehr gut für den Solakon ONE
SOLAKON

ONE Speicher

  • 89,7 % DC-zu-AC-Effizienz bei 800 Watt
  • 1,76 kWh im Test nutzbar
  • Schnelle Shelly-Regelung und LAN
  • Feste Reserve von 10 %
  • Software-Ökosystem noch vergleichsweise jung
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 23/25
Regelung und Eigenverbrauch 19/20
Sicherheit und Laborbefunde 16/20
Bedienung und Software 11/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 8/10
Preis-Leistung 10/10
Gesamt 87/100

Platz 3: Zendure SolarFlow 800 Plus – beste Preis-Leistung für zwei Module

Der Zendure SolarFlow 800 Plus ist unsere neue Empfehlung für preisbewusste Zwei-Modul-Anlagen. Er kombiniert 1,92 kWh LiFePO4-Speicher und zwei MPP-Tracker; laut Hersteller sind bis zu 1.500 Watt PV-Eingang beziehungsweise 750 Watt je Tracker und 800 Watt netzparallele Abgabe vorgesehen. Die maximale PV-Leistung konnte Heise wetterbedingt nicht vollständig verifizieren. Bis zu fünf Erweiterungsakkus erhöhen die Kapazität laut Hersteller auf 11,52 kWh. Zendure nennt zehn Jahre Garantie und 6.000 Zyklen bei einer Entladetiefe von mindestens 70 Prozent; beides sind Herstellerangaben und kein redaktioneller Langzeitnachweis. Einen separaten Ersatzstromausgang besitzt das Gerät nicht.

Der wichtigste Messwert: Heise führte zwei AC-Ladungen von 5 auf 100 Prozent durch und bildete daraus eine gemeinsame Bezugsgröße von durchschnittlich 2,067 kWh. Anschließend wurde je ein Entladelauf von 100 auf 5 Prozent bei 800 und 200 Watt ausgewertet. Dabei gab der Speicher 1,757 beziehungsweise 1,780 kWh ab. Daraus ergeben sich 85,0 Prozent AC-Round-trip bei 800 Watt und 86,1 Prozent bei 200 Watt.

Messbasis: Heise/TechStage, SolarFlow 800 Plus, zwei AC-Ladungen von 5 auf 100 Prozent sowie je ein Entladelauf zurück auf 5 Prozent bei konstant 800 beziehungsweise 200 Watt. Ein mit Tasmota betriebenes Refoss P11, ein Shelly Plug PM Gen3 und ein Shelly Plug S Gen3 wurden gleichzeitig in derselben Messkette als Vergleichszähler eingesetzt. Nicht enthalten waren ein separater Stand-by-Test und eine unabhängige EMV-Laborprüfung dieser Hardware.

Warum 200 Watt hier wichtiger sind: Viele Speicher verlieren bei kleiner Nachtgrundlast deutlich stärker als bei 800 Watt. In den beiden dokumentierten Heise-Entladeläufen war das beim SolarFlow 800 Plus nicht der Fall; bei 200 Watt kam sogar geringfügig mehr Energie an. Kleine Abweichungen können aus Temperatur, BMS-Balancing und Messstreuung entstehen. Entscheidend ist nicht die Nachkommastelle, sondern dass sich zwischen diesen beiden Lastpunkten kein relevanter Einbruch zeigte.

PV-Pfad und Balancing: Zwei MPP-Tracker mit laut Hersteller jeweils bis zu 750 Watt passen gut zu einer klassischen Ost-West-Anlage mit zwei Modulen. Für vier separat geregelte Module ist das Zwei-MPPT-System nicht ausgelegt; Reihen- oder Parallelschaltungen sind nur innerhalb der zulässigen Spannungs- und Stromgrenzen sinnvoll. Positiv fiel bei Heise auf, dass das Batteriemanagement beim finalen Balancing zwar die Akkuladung begrenzte, überschüssige PV-Leistung aber weiter per Bypass für den Haushalt verfügbar blieb.

Regelung und Cloudfreiheit: Mit Smart Meter reagierte das System schnell und hielt die Hausbilanz nahe am Zielwert. Nach der Einrichtung unterstützt Zendure einen lokalen MQTT-Modus, über den die laufende Home-Assistant-Regelung ohne Hersteller-Cloud möglich ist. Dabei gibt es wichtige Einschränkungen: Ersteinrichtung und Firmwareupdates laufen weiterhin über die App, und der komfortable Zendure-Power-Manager für Home Assistant arbeitet cloudbasiert. Wer wirklich lokal regeln will, löst den Speicher aus dem Zendure-HEMS, verwendet einen eigenen MQTT-Broker und baut die Regelungslogik selbst. Das ist leistungsfähig, aber weniger komfortabel.

Was noch offen ist: Heise ermittelte keinen separaten Stand-by-Wert. Ein Messgerät am AC-Stecker würde den vom Akku versorgten Eigenbedarf von BMS und Funk ohnehin nicht vollständig erfassen. Außerdem fehlt bislang ein unabhängiger Laborbefund zu EMV, elektrischer Sicherheit und Starkregen für genau diese Hardwareversion. Der alte Stiftung-Warentest-Befund des SolarFlow 800 Pro darf weder positiv noch negativ auf den 800 Plus übertragen werden.

Die 24 von 25 Punkten für nutzbare Energie und Effizienz beruhen auf dem dokumentierten AC-Zyklus, der hohen nutzbaren Energiemenge und dem stabilen Ergebnis bei 800 und 200 Watt. Den fehlenden Punkt vergeben wir gerade wegen des nicht separat quantifizierten Stand-by-Verbrauchs und der nicht vollständig verifizierten maximalen PV-Leistung nicht.

Stärken: sehr guter AC-Round-trip bei 800 und 200 Watt, schnelle Regelung, lokales MQTT, passive und im Heise-Test lautlose Kühlung, attraktiver Preis, bis 11,52 kWh erweiterbar.

Schwächen: nur zwei MPPT, kein Ersatzstromausgang, lokaler Betrieb erfordert Eigenarbeit, Stand-by noch nicht sauber quantifiziert, unabhängige Sicherheitsdatenbasis kleiner als bei Anker.

Unser Urteil: 86/100 – derzeit die stärkste Preis-Leistungs-Empfehlung für typische Zwei-Modul-Balkonkraftwerke, aber wegen der noch kleineren Labor- und Langzeitbasis nicht unser Gesamtsieger.

  • Passt zu: Zwei-Modul-Anlagen mit typischer Nachtgrundlast und Fokus auf Effizienz.
  • Stärke: Kein relevanter Einbruch zwischen den Heise-Messläufen bei 800 und 200 Watt.
  • Weniger geeignet für: Vier getrennte Modulstrings oder einen gewünschten Ersatzstromausgang.
Zendure SolarFlow 800 Plus Balkonkraftwerk-Speicher
ZENDURE

SolarFlow 800 Plus

  • 1,92 kWh, erweiterbar auf 11,52 kWh
  • 85,0 %/86,1 % AC-Round-trip bei 800/200 W
  • Lokale MQTT-Steuerung möglich
  • Nur zwei MPPT-Eingänge
  • Kein Ersatzstrom; lokal mehr Eigenarbeit
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 24/25
Regelung und Eigenverbrauch 18/20
Sicherheit und Laborbefunde 13/20
Bedienung und Software 14/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 7/10
Preis-Leistung 10/10
Gesamt 86/100

Platz 4: Maxxisun Maxxicharge 5.0 V2 – präzise, lokal und leistungsstark

Mit rund 5 kWh nutzbarer Energie spielt der Maxxicharge V2 in einer anderen Größenklasse. Er richtet sich an Haushalte, die tatsächlich mehrere Kilowattstunden Überschuss am Tag erzeugen und abends verbrauchen. Bei 800 Watt kamen in unserem Test 85,2 Prozent des geladenen Stroms wieder an; im direkten Bypass erreichte das System 94 Prozent.

Maxxisun Maxxicharge 5.0 mit CCU V2 im Balkonkraftwerk-Speicher-Test
Maxxicharge 5.0 mit CCU V2 im Praxistest

Sein stärkstes Argument ist die lokale Regelung über die CCU V2. Laständerungen wurden meist innerhalb von ein bis zwei Sekunden ausgeglichen, die Abweichung blieb ungefähr in einem Korridor von plus/minus 15 Watt. Weil Messung und Steuerung vor Ort stattfinden, ist die Kernfunktion weniger von einer Hersteller-Cloud abhängig. Das ist für technisch versierte Nutzer und Home-Automation ein echter Vorteil.

Der Maxxicharge kann an seinem separaten Ausgang hohe Leistungen bereitstellen und kurze Umschaltzeiten erreichen. Das darf nicht mit einer entsprechend hohen Schuko-Einspeisung in den Hausstromkreis verwechselt werden. Wer mehr als 800 VA netzparallel nutzen möchte, benötigt den regulären Anschlussweg und eine passende Elektroinstallation.

Die Kehrseite ist offensichtlich: Das System ist schwer, teuer und komplexer als ein typischer 2-kWh-Speicher. Drei statt vier MPP-Tracker sind bei passender Modulverschaltung kein praktischer Nachteil, sollten aber vor dem Kauf mit Spannung und Strom der vorhandenen Module abgeglichen werden.

Welche Version wir bewerten: Unsere Ergebnisse gelten für den Maxxicharge 5.0 mit CCU V2. Sie dürfen nicht automatisch auf die im Sommer 2026 vorgestellte CCU V2+ übertragen werden. Für die neuere Einheit nennt Maxxisun teilweise schnellere Reaktionszeiten und höhere Ersatzstromwerte. Diese Herstellerangaben sind interessant, aber kein nachträgliches Messergebnis des hier getesteten V2-Systems. Käufer sollten deshalb die genaue CCU-Bezeichnung im Angebot kontrollieren.

Architektur und PV-Seite: Akku und zentrale Regeleinheit sind getrennt. Die CCU V2 übernimmt Wechselrichtung, Messwertverarbeitung, Netzkopplung und Ersatzstrom; der M-5.0 stellt Batterie und PV-Eingänge bereit. Pro Speichereinheit gibt es drei Hochvolt-MPP-Tracker. Sie beginnen erst bei ungefähr 59 Volt sinnvoll zu arbeiten und sind für seriell verschaltete Module beziehungsweise höhere Stringspannungen gedacht. Im Test waren bis zu rund 1.100 Watt je Eingang möglich.

Diese Auslegung kann Ströme und Kabelverluste reduzieren und ist bei längeren PV-Leitungen vorteilhaft. Sie verlangt aber mehr Planung als ein typischer Niedervolt-Eingang: Ein einzelnes Standardmodul erreicht die Startspannung häufig nicht. Bei Reihenschaltung müssen Leerlaufspannung bei Kälte, Arbeitsspannung, Kurzschlussstrom und Verschattung jedes Strings geprüft werden. Drei passende Hochvolt-Tracker können sehr gut funktionieren; drei falsch geplante Strings verlieren mehr Ertrag als vier sauber belegte Standardkanäle.

Seitliche Anschlüsse der Maxxicharge CCU V2
Die seitlichen Anschlüsse der Maxxicharge CCU V2

Effizienzpfade: Die rund 5 kWh nutzbare Energie sind mehr als doppelt so viel wie bei den meisten Basissystemen. Bei 800 Watt konstanter Abgabe lag unser Wert bei 85,2 Prozent. Im Bypass, wenn PV-Strom ohne vollständige Zwischenlagerung direkt an die Last gelangt, erreichte das System 94 Prozent. Diese Zahlen beschreiben verschiedene Wege. Der starke Bypasswert sagt nicht, dass nach einem kompletten Lade-Entlade-Zyklus ebenfalls 94 Prozent zurückkommen. In der Vergleichstabelle sollten deshalb Last, Ladegrenzen und Messpunkt direkt neben dem Prozentwert stehen.

Lokale Nulleinspeisung: Die Kommunikation mit dem Shelly Pro 3EM läuft im Heimnetz. Lastsprünge wurden meist innerhalb von ein bis zwei Sekunden ausgeglichen; nach dem Einpendeln blieb die Abweichung ungefähr bei plus/minus 15 Watt. Weil keine entfernte Hersteller-Cloud in der Regelschleife liegt, traten weder die langen Latenzen des Growatt NOAH noch typische Cloud-Aussetzer auf. Auch Überschüsse einer zweiten PV-Anlage konnten erkannt und zum Laden genutzt werden. Das ist der eigentliche Grund für den Kategoriesieg.

Ersatzstrom und Anschluss: Am separaten Ausgang stehen beim getesteten System bis zu 2.300 Watt bereit. Die Umschaltung ist mit ungefähr 20 Millisekunden spezifiziert und funktionierte im Praxisaufbau ohne auffälligen Ausfall der angeschlossenen Last. Im Netzbetrieb kann begrenzte Hausabgabe parallel zu direkt versorgten Geräten stattfinden. Das ist dennoch keine Erlaubnis für 2.300 Watt über eine beliebige Schuko-Leitung. Für mehr als 800 VA netzparallel braucht es den regulären Anschlussweg, geeignete Schutztechnik und in der Regel eine Elektrofachkraft.

App, Aufstellung und Wirtschaftlichkeit: Bluetooth, WLAN und LAN erleichtern die Einrichtung und den Offline-Betrieb. Die App zeigt PV, Netz, Ausgang und Akkustand, ist bei Tarifprognosen und Komfortautomationen aber weniger umfangreich als Anker oder EcoFlow. Rund 50 Kilogramm, passive Kühlung und das robuste Gehäuse sprechen für einen festen, schattigen Standort. Wirtschaftlich passt der Speicher nur zu Haushalten, die an vielen Tagen mehrere kWh Überschuss erzeugen und später verbrauchen. An zwei Modulen würde die große Batterie über weite Teile des Jahres unvollständig zyklisiert.

Maxxisun Maxxicharge App mit Energiesystem und Einstellungen
Die Maxxisun-App zeigt Energieflüsse, Einstellungen und Betriebsdaten.

Externe Einordnung: COMPUTER BILD hob schnelle Nulleinspeisung, Verarbeitung und lokale Kontrolle hervor. Eine mit Stiftung Warentest vergleichbare unabhängige EMV-, Starkregen- und Sicherheitsprüfung genau dieser V2-Konfiguration liegt uns jedoch nicht vor. Deshalb gewinnt Maxxicharge die Spezialdisziplin, aber nicht den Gesamttest.

Heise-Test nicht eins zu eins übertragbar: TechStage prüfte eine frühere Maxxicharge-Konfiguration und beobachtete bei der Nulleinspeisung eher einige Sekunden Reaktionszeit als die damals beworbenen 0,4 Sekunden. Unterhalb von etwa 2 Prozent Ladezustand priorisierte das System zunächst den Batterieschutz und leitete PV-Energie nicht sofort ins Haus. Diese Beobachtungen sind für das Systemverständnis nützlich, dürfen aber wegen anderer CCU- und Firmwarestände nicht als Messwerte der hier bewerteten CCU V2 ausgegeben werden. Für unsere Platzierung zählt daher die eigene V2-Messung mit ein bis zwei Sekunden.

Stärken: extrem schnelle lokale Regelung, geringe Cloud-Abhängigkeit, große nutzbare Kapazität, hohe Ersatzstromleistung, sehr effizienter Bypass.

Schwächen: etwa 50 kg, hoher Preis, für kleine Anlagen unwirtschaftlich, Hochvolt-PV und Anschlussplanung anspruchsvoller, begrenzte unabhängige Labordaten.

Unser Urteil: 85/100 – beste Premium-Lösung für lokale Nulleinspeisung, hohen Energiebedarf und fachgerecht geplante Anlagen.

Maxxisun Maxxicharge 5.0 V2 mit CCU V2
MAXXISUN

Maxxicharge 5.0 V2

  • Rund 5 kWh nutzbare Energie
  • Lokale Regelung in 1 bis 2 Sekunden
  • 85,2 % Effizienz bei 800 Watt
  • Rund 50 kg Gewicht
  • Hoher Anschaffungspreis
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 21/25
Regelung und Eigenverbrauch 20/20
Sicherheit und Laborbefunde 18/20
Bedienung und Software 11/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 9/10
Preis-Leistung 6/10
Gesamt 85/100

Platz 5: Anker SOLIX Solarbank 4 Pro – stark, aber kein gewöhnliches Balkonkraftwerk

Die Solarbank 4 Pro ist weniger ein Nachfolger für jeden Solarbank-3-Nutzer als eine neue Größenklasse. Das Basissystem speichert 5,024 kWh und kann bis zu 5 kW PV-Leistung aufnehmen. COMPUTER BILD ermittelte bei einer Entladung von 100 auf 1 Prozent 4,74 kWh am Ausgang. Das sind rund 94 Prozent der Nennkapazität als abgegebene Energie; der Wert beschreibt aber nur die Entladung und nicht die Verluste eines vollständigen Lade-Entlade-Zyklus.

IMTEST bestätigt die hohe Kapazitätsausnutzung auch bei kleiner Last: Bei konstanter Abgabe von 200 Watt kamen 4,851 von 5,024 kWh am Messpunkt an. Das sind 96,6 Prozent der Nennkapazität, aber kein Round-trip-Wirkungsgrad, weil die zum Laden benötigte Energie nicht einbezogen wurde. Für den vollständigen AC-Zyklus ist Heises Wert von rund 82 Prozent bei 800 Watt aussagekräftiger.

Im Alltag überzeugten die hohe Leistung, die solide Nulleinspeisung und die weitgehend ausgereifte Anker-App. COMPUTER BILD bewertete das System mit „sehr gut“. ComputerBase bezeichnete es als neue technische Messlatte, warnte zugleich jedoch vor der möglichen Auswahl hoher Netzleistungen über einen gewöhnlichen Stecker. Eine App-Warnung ersetzt keine normgerechte Auslegung des Stromkreises.

Genau hier liegt die Kaufentscheidung: Die 4 Pro ist hervorragend, wenn große PV-Flächen, hohe Verbraucher und ein fachgerecht geplanter Anschluss zusammenkommen. Für zwei Module und 800 Watt Hausabgabe ist sie wirtschaftlich kaum sinnvoll. In schwachem Licht startet die PV-Gewinnung nach Beobachtung von COMPUTER BILD relativ spät; die App verteilt manche Einstellungen zudem auf zu viele Untermenüs.

Hardware im Detail: Die Solarbank kombiniert 5,024 kWh LiFePO4, Wechselrichter, vier PV-Regler und Energiemanagement in einem rund 50 Kilogramm schweren, nach Herstellerangabe IP66 geschützten Gehäuse. Pro MPP-Tracker sind bis zu 1.250 Watt, zusammen 5.000 Watt PV-Eingang, vorgesehen. COMPUTER BILD dokumentierte außerdem bis zu 60 Volt und 36 Ampere je Kanal. Bis zu zwölf parallel gruppierte Module sind möglich, wenn Strom, Steckverbinder, Kabel und Rückstromschutz passen. Die theoretische Erweiterung auf 30 kWh macht die Plattform leistungsfähig, ist für ein normales Balkonkraftwerk aber weit jenseits einer sinnvollen Größe.

Kapazitätstest von COMPUTER BILD: Entladen wurde von 100 auf 1 Prozent über die Off-Grid-Steckdose. Ein Heizlüfter zog im Mittel ungefähr 1,8 kW, zeitweise etwa 1,85 kW. Nach 2 Stunden 34 Minuten waren 4,74 kWh erfasst. Bezogen auf den angezeigten 99-Prozent-Bereich errechnete die Redaktion 95,3 Prozent. Das ist ein sehr guter Einweg- beziehungsweise Entladewert. Er ist nicht mit unseren Round-trip-Zahlen vergleichbar, weil die zum vorherigen Laden benötigte Energie nicht im selben Quotienten steckt und der Shelly-Stecker kein geeichtes Laborgerät ist.

Temperatur und Schnellladung: Bei etwa 25 Grad Umgebungstemperatur zeigte die App im Hochlast- und Schnellladetest zeitweise 42 Grad. Das wirkte unkritisch, ersetzt aber keinen Klimakammer- oder Sommer-Dauertest. Aus dem Netz lud das Gerät mit ungefähr 2,5 kW. Damit kann ein 5-kWh-Akku ein kurzes günstiges Tarifzeitfenster gut nutzen. Ob sich das rechnet, hängt vom vollständigen AC-zu-AC-Verlust und vom Preisabstand ab; diesen Round-trip haben wir für die 4 Pro noch nicht selbst abgeschlossen.

Nulleinspeisung unter Lastsprüngen: Mit Shelly Pro 3EM lag die Bilanz bei ruhiger Grundlast häufig nur wenige Watt neben null. Bei einem abrupt geschalteten Föhn pendelte die Regelung einige Sekunden: zunächst etwas zu viel, dann etwas zu wenig, danach wieder nahe null. COMPUTER BILD weist korrekt darauf hin, dass im Sekundenraster gemessen wurde. Für den Alltag ist das gut, aber kein Beleg für eine verzögerungsfreie Regelung im Millisekundenbereich.

Heise/TechStage mit vollständigem Energiezyklus: Anders als der reine Entladetest von COMPUTER BILD erfasste Heise Laden und Entladen bei jeweils 800 Watt und kam auf ungefähr 82 Prozent Round-trip-Effizienz. Die zugrunde liegenden Rohwerte für Lade- und Entladeenergie veröffentlichte Heise dabei nicht. Damit liegt die Solarbank 4 Pro auf dem Niveau unseres AC-Zyklus der Solarbank 3 Pro, aber unter den von Heise gemessenen rund 87 Prozent des Zendure SolarFlow 2400 Pro. Die Nulleinspeisung bewertete Heise insgesamt positiv: Die Regelung startete schnell und speiste seltener unbeabsichtigt Überschuss ins öffentliche Netz, benötigte nach Lastsprüngen aber ebenfalls eine kurze Einschwingphase.

Notstromprüfung: Eine 17-Watt-Lampe lief beim Trennen vom Netz ohne sichtbares Flackern weiter. Auch ein Heizlüfter mit ungefähr 900 beziehungsweise 1.800 Watt blieb in vier Versuchen an; dreimal war nur ein kurzes Abbremsen hörbar. Eine exakte Umschaltzeit wurde nicht gemessen. Der Versuch bestätigt daher eine brauchbare USV-Funktion, aber keine garantierte Eignung für jedes empfindliche Labor- oder IT-Gerät.

Schwachlicht und App: An denselben Modulen zeigte ein Vergleichssystem morgens bereits kleine Leistungen, während die Solarbank häufig noch 0 Watt und nur kurz 10 bis 30 Watt meldete. Ursache kann eine Spannungs-, Strom- oder interne Startschwelle sein; aus den App-Daten lässt sie sich nicht sicher bestimmen. Bei der Einrichtung war die Startseite übersichtlich, die Shelly-Integration erforderte aber zusätzliche Cloud- und Bestätigungsschritte. Für die Solarbank 4 Pro steht inzwischen eine offizielle lokale Home-Assistant-Anbindung über Modbus TCP zur Verfügung. Die laufende Regelung und Datenabfrage können damit lokal erfolgen; für Firmware-Updates bleibt die Anker-App erforderlich.

Der kritische Anschlussaspekt: Im COMPUTER-BILD-Test ließ sich die Netzleistung auch bei gestecktem Schuko-Kabel von 800 auf 2.500 Watt erhöhen. Anker sieht für höhere Leistung einen geeigneten Wieland- oder Festanschluss und einen geprüften Stromkreis vor. Eine App-Warnung ersetzt diese Installation nicht. Wer mehr als 800 VA netzparallel nutzt, verlässt den vereinfachten Steckersolarweg. ComputerBase bewertet die 4 Pro technisch als neue Messlatte, betont aber aus demselben Grund die notwendige Elektroplanung.

Stärken: hohe nutzbare Energie, 5 kW PV-Eingang, schnelles AC-Laden, leistungsfähiger separater Ausgang, gutes Energiemanagement.

Schwächen: 50 kg, für Standard-Balkonkraftwerke überdimensioniert, später Schwachlichtstart, noch kein vollständiger eigener Round-trip-Test, Anschlussweg über 800 VA anspruchsvoll.

Unser Urteil: 83/100 – Testsieger für große, fachgerecht installierte Systeme; nicht unsere Standardempfehlung für Schuko-Plug-and-play.

Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro mit 5 kWh Speicher
ANKER SOLIX

Solarbank 4 E5000 Pro

  • 5,024 kWh Speicherkapazität
  • Bis zu 5 kW PV-Eingang
  • 4,74 kWh im COMPUTER-BILD-Entladetest
  • Für kleine Balkonkraftwerke überdimensioniert
  • Hohe Netzleistung erfordert Fachplanung
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 22/25
Regelung und Eigenverbrauch 17/20
Sicherheit und Laborbefunde 16/20
Bedienung und Software 14/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 9/10
Preis-Leistung 5/10
Gesamt 83/100

Platz 6: Marstek Venus E 3.0 – beste große AC-Nachrüstung

Die Venus E 3.0 wird AC-seitig angeschlossen und eignet sich damit besonders zur Nachrüstung. Sie muss nicht zwischen Module und vorhandenen Wechselrichter gesetzt werden. Das reduziert Kompatibilitätsprobleme und erlaubt eine unabhängige Platzierung, kostet aber durch zusätzliche Wandlungen Effizienz.

FAZ Kaufkompass kürte den Marstek zum Testsieger. Im Test waren von 5,12 kWh nominal 4,93 kWh an der separaten Steckdose nutzbar. Die Effizienz dieses Pfades lag bei 83,3 Prozent. Beim Laden aus dem Netz und späteren Einspeisen ins Haus sank der Gesamtwert auf 71,9 Prozent. Das ist die wichtigste Zahl für Nutzer, die den Speicher regelmäßig mit dynamischem Netzstrom laden möchten.

Positiv sind der leise, passive Betrieb, die breite Smart-Meter-Unterstützung und der vergleichsweise günstige Preis pro kWh. Negativ fallen rund 60 kg Gewicht, eine anspruchsvollere Einrichtung und die hohen AC-Verluste auf. Eine hohe wählbare Netzleistung erfordert zudem den regulären Anschlussweg; 800 Watt per Software auszuwählen genügt für die vereinfachte EEG-Einstufung nicht, wenn mehr wählbar bleibt.

Warum die AC-Kopplung praktisch ist: Der Marstek muss weder zwischen Module und Mikrowechselrichter noch an proprietäre DC-Stecker gesetzt werden. Er misst den Überschuss am Hausanschluss, lädt über AC und speist später wieder AC ein. Das reduziert Kompatibilitätsprobleme und lässt eine bestehende Anlage unangetastet. Systembedingt arbeiten dabei jedoch mehrere Umwandlungsstufen: PV-Wechselrichter, AC-Ladegerät, Akku und später der Speicherwechselrichter tragen jeweils Verluste bei.

Hardware und Aufstellung: Die 5,12-kWh-LFP-Batterie sitzt in einem Aluminium-Druckgussgehäuse und kann laut Hersteller mit bis zu 2.500 Watt laden und entladen. Mehr als 6.000 Zyklen und 10 Jahre Garantie sind Herstellerangaben. Rund 60 Kilogramm erfordern zwei Personen und einen tragfähigen Standort. Eine Wandmontage ist nur sinnvoll, wenn Wand, Schiene und Befestigungsmittel diese Last nachweislich tragen.

Belastung des Stromkreises: Im FAZ-Test zog die Venus beim Schnellladen bis zu 11 Ampere beziehungsweise 2.518 Watt. Mehrfachsteckdosen und leichte Verlängerungen sind dafür ungeeignet. Ein eigener, geprüfter Stromkreis ist die vernünftige Grundlage. Relevant sind nicht nur der Leitungsschutzschalter, sondern auch Leitungsquerschnitt, Steckkontakte, Alter der Installation und weitere Verbraucher im selben Stromkreis.

Nutzbare Energie versus Round-trip: Von nominal 5,12 kWh wurden an der separaten Steckdose 4,93 kWh abgegeben. Das sind rund 96 Prozent der Nennkapazität als entnommene Energie. Der Wirkungsgrad desselben Pfads lag bei 83,3 Prozent mit rund 460 Watt Last. Netzsynchron bei 800 Watt waren es dagegen nur 71,9 Prozent. Wer zehn kWh günstigen Netzstrom lädt, bekäme unter diesem Messprofil nur gut sieben kWh zurück. Tarifarbitrage lohnt sich daher erst bei einem entsprechend großen Preisabstand.

Heise/TechStage im längeren AC-Test: Heise entlud die Venus E bei 500 Watt von 100 auf 11 Prozent und maß 4,83 kWh nutzbare Energie. Über einen längeren Messzeitraum standen 60 kWh abgegebener Energie 75 kWh geladener Energie gegenüber; daraus ergeben sich 80 Prozent Round-trip-Wirkungsgrad. Zusätzlich wurden rund 8,4 Watt Stand-by-Verbrauch gemessen. Der bessere Gesamtwert als bei der FAZ ist kein Widerspruch: Last, Ladegrenzen, Messdauer und Regelstrategie unterscheiden sich. Beide Tests zeigen jedoch, dass die Venus viel Energie nutzbar macht, AC-seitig aber merkliche Wandlungs- und Bereitschaftsverluste verursacht.

Temperatur, Lautstärke und Wetterschutz: Die passive Kühlung vermeidet Lüftergeräusche. Beim Laden maß die FAZ oben am Gehäuse jedoch knapp über 50 Grad. Abstand, Luftzirkulation und Schatten bleiben wichtig. Die Schutzart IP65 gilt nur bei korrekt geschlossenen Abdeckungen; mit eingestecktem Kabel an einer offenen Notstrombuchse ist die praktische Spritzwasserfestigkeit geringer. Eine ungeschützte Aufstellung im Schlagregen empfehlen wir nicht.

Smart Meter und Regelung: Der Marstek CT002 ließ sich im FAZ-Test einfacher einrichten, während der Shelly Pro 3EM mehr Daten und Integrationsmöglichkeiten bot. Beim Shelly waren Detailjustierungen nötig, bevor die Regelung sauber funktionierte. Das ist kein grundsätzliches Gegenargument, sollte aber beim Versprechen „einstecken und fertig“ berücksichtigt werden. Wer den Zählerschrank nicht selbst beurteilen kann, sollte Smart Meter und Prüfung des Stromkreises gemeinsam durch eine Elektrofachkraft erledigen lassen.

Skalierung und Leistungsgrenzen: Einphasig lassen sich laut FAZ bis zu drei Geräte koordinieren, dreiphasig bis zu neun. Die Einheiten werden über RJ45 beziehungsweise Daisy Chain synchronisiert. Das ergibt sehr große Kapazitäten, macht aus mehreren Geräten aber nicht automatisch eine vollwertige dreiphasige Ersatzstromversorgung. Bleiben 2.500 Watt netzparallel frei wählbar, reicht die momentan gesetzte 800-Watt-Stufe nicht automatisch für die vereinfachte Einstufung. Der starke getrennte Off-Grid-Ausgang ist davon zu unterscheiden.

Stärken: sehr viel Kapazität fürs Geld, unkomplizierte AC-Nachrüstung, lautloser Betrieb, starker separater Ausgang, mehrere Messsysteme unterstützt.

Schwächen: nur 71,9 Prozent auf dem FAZ-Netzpfad, rund 60 kg, hoher Ladestrom, für kleine tägliche Überschüsse zu groß, Anschluss oberhalb 800 VA nur fachgerecht.

Unser Urteil: 82/100 – beste AC-Nachrüstung für hohe Energiemengen, aber kein Effizienzsieger.

Marstek Venus E Gen 3.0 AC-Balkonkraftwerk-Speicher
MARSTEK

Venus E Gen 3.0

  • 5,12 kWh Nennkapazität
  • Einfache AC-Nachrüstung
  • Leiser Betrieb und Smart-Meter-Unterstützung
  • 71,9 % im FAZ-Test über den AC-Gesamtpfad
  • Rund 60 kg Gewicht
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 16/25
Regelung und Eigenverbrauch 18/20
Sicherheit und Laborbefunde 18/20
Bedienung und Software 13/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 9/10
Preis-Leistung 8/10
Gesamt 82/100

Platz 7: Jackery SolarVault 3 Pro – gutes Komplettsystem mit hohem Stand-by

Die SolarVault 3 Pro speichert 2,52 kWh und nimmt über vier getrennte Eingänge bis zu 4 kW PV-Leistung auf. Damit lässt sich das System flexibel mit unterschiedlich ausgerichteten Modulen kombinieren. Für die normale Steckersolar-Nutzung bleibt die Hausabgabe auf 800 Watt begrenzt; höhere Leistung setzt einen geeigneten festen Anschluss voraus.

Aktuelle Messbasis: Heise hat inzwischen den normalen SolarVault 3 Pro getestet und einen vollständigen AC-Round-trip von knapp 85 Prozent bei 800 Watt und rund 81 Prozent bei 200 Watt ermittelt. Die Nulleinspeisung schwang meist innerhalb von fünf bis sieben Sekunden ein und lag typischerweise zwischen etwa minus und plus 5 Watt; einzelne Ausreißer erreichten 12 Watt.

IMTEST ergänzt einen einheitlichen Teillast-Kapazitätswert: Bei konstanter 200-Watt-Abgabe kamen rund 2,04 von 2,52 kWh am Messpunkt an. Das entspricht etwa 81 Prozent der Nennkapazität, ist aber kein vollständiger Wirkungsgrad, weil die zuvor zum Laden benötigte Energie nicht berücksichtigt wurde.

Stand-by als größter Nachteil: Heise maß im geprüften Betriebszustand knapp 30 Watt Bereitschaftsverbrauch. Würde dieser Wert dauerhaft anliegen, entspräche das rechnerisch rund 263 kWh pro Jahr. Der tatsächliche Jahresverbrauch hängt von Betriebsmodus, Firmware, Ladezustand und Messpunkt ab; trotzdem ist der Befund für einen Speicher dieser Größe deutlich zu hoch und verhindert eine bessere Platzierung.

PV-Technik und Hybridbetrieb: Vier unabhängige MPP-Tracker nehmen zusammen bis zu 4.000 Watt auf. Neue Module lassen sich direkt anschließen; gleichzeitig kann die Plattform Überschüsse einer vorhandenen PV-Anlage AC-seitig aufnehmen. Der direkte DC-Pfad vermeidet zusätzliche Umwandlungen, während die AC-Kopplung die Nachrüstung vereinfacht.

Akku, Display und Erweiterung: Die 2,52-kWh-LiFePO4-Basis kann laut Hersteller mit stapelbaren Modulen auf rund 15,12 kWh wachsen. Praktisch gefallen das Display, physische Tasten und Ethernet. WLAN und Bluetooth bleiben ebenfalls an Bord. Die Modellbezeichnungen Pro, Pro Max und Pro Max AC stehen für verwandte, aber nicht identische Geräte; Händlerangebote müssen deshalb vollständig geprüft werden.

Lokale Steuerung: Jackery bietet lokales MQTT und eine offizielle Home-Assistant-Integration. Anders als bei manchen Zendure-Konfigurationen bleibt die App parallel nutzbar. Die Regelung ist mit fünf bis sieben Sekunden nicht die schnellste im Vergleich, arbeitet bei stabiler Last aber ausreichend genau.

Sicherheitsfunktionen: Jackery bewirbt Temperaturüberwachung, LFP-Zellen und ein integriertes Aerosol-Löschsystem. Das ist sinnvolle Ausstattung, wird von uns aber nicht wie ein bestandener unabhängiger Fehlerfall-, EMV- oder Starkregentest gewertet.

Stärken: stimmiges Komplettsystem, 4.000 Watt PV-Eingang, aktuelle Round-trip-Daten des normalen Pro, lokale MQTT-Anbindung, Ethernet und starke Erweiterbarkeit.

Schwächen: knapp 30 Watt Stand-by im Heise-Test, nur rund 81 Prozent Round-trip bei 200 Watt, 2,04 von 2,52 kWh im IMTEST-Kapazitätslauf, Varianten leicht verwechselbar.

Unser Urteil: 81/100 – technisch und softwareseitig besser belegt als zuvor; der sehr hohe gemessene Bereitschaftsverbrauch verhindert eine höhere Platzierung.

Jackery SolarVault 3 Pro Balkonkraftwerk-Speicher
JACKERY

SolarVault 3 Pro

  • Knapp 85 % AC-Round-trip bei 800 Watt
  • Lokales MQTT, Home Assistant und Ethernet
  • Vier Solareingänge und bis zu 4 kW PV
  • Nur rund 81 % bei 200 Watt
  • Knapp 30 Watt Stand-by im Heise-Test
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 18/25
Regelung und Eigenverbrauch 17/20
Sicherheit und Laborbefunde 16/20
Bedienung und Software 13/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 9/10
Preis-Leistung 8/10
Gesamt 81/100

Platz 8: SunEnergyXT 500 und 500 Pro – großer Speicher mit lokaler Steuerung

SunEnergyXT 500 und 500 Pro werden gemeinsam bewertet, weil sie auf derselben 5,024-kWh-Plattform basieren und die Leistungsaufrüstung laut Heise und COMPUTER BILD ohne Hardwaretausch möglich ist. Die Standardversion ist auf 800 VA netzparallele Abgabe begrenzt; der 500 Pro erlaubt bis zu 2.400 VA. Die Standardversion kann kostenpflichtig über einen Fachbetrieb zur Pro-Variante aufgerüstet beziehungsweise freigeschaltet werden. Wichtig für die Einordnung: Getestet wurde der 500 Pro. Seine Messwerte dürfen deshalb als Hinweis auf die gemeinsame Plattform, aber nicht als separater Praxistest beider Verkaufsvarianten dargestellt werden.

Große All-in-one-Hardware: Vier MPP-Tracker nehmen zusammen maximal 2.500 Watt PV auf. Laut Handbuch sind bei vier belegten Eingängen jeweils bis zu 625 Watt, bei nur zwei belegten Eingängen jeweils bis zu 800 Watt vorgesehen. Die LiFePO4-Batterie fasst 5,024 kWh und lässt sich laut Anbieter auf bis zu 30 kWh erweitern. Beide Varianten stellen an einem getrennten Backup-Ausgang bis zu 2.400 VA bereit. Mit knapp 60 Kilogramm ist das System kein kompakter Balkonspeicher, sondern eher eine kleine PV-Speicherlösung für hohe Überschüsse – direkt PV-seitig typischerweise mit mehreren Modulen oder alternativ über einen ausreichend großen AC-seitigen Überschuss.

Wirkungsgrad und Regelung: Heise ermittelte beim 500 Pro rund 80 Prozent AC-Round-trip bei 800 Watt. Die zugrunde liegenden Rohwerte für Lade- und Entladeenergie veröffentlichte Heise nicht; auch eine Messung bei 200 Watt, ein separat ausgewiesener Stand-by-Verbrauch und die über den Zyklus abgegebene Energiemenge fehlen. Die Regelung reagierte auf Lastwechsel innerhalb weniger Sekunden, brauchte aber länger zum Einschwingen als Anker Solarbank 4 Pro und Zendure SolarFlow 2400 Pro. Meist blieb sie einige Watt unter dem aktuellen Verbrauch, was kleine Netzbezüge verursacht, aber unnötiges Einspeisen vermeidet.

Temperatur und Aufstellung: Das System wird passiv gekühlt. Im Heise-Sommertest erwärmten sich die seitlichen Kühlrippen auf mehr als 50 Grad, ohne dass ein Leistungsabfall beobachtet wurde. Das spricht für ausreichende Reserven im getesteten Zustand, ersetzt aber keinen Klimakammer- oder Langzeittest. Gewicht, freie Luftzirkulation und ein schattiger, tragfähiger Standort müssen bei der Planung berücksichtigt werden.

Lokale Steuerung mit Einschränkungen: SunEnergyXT bietet eine lokale API und eine Home-Assistant-Integration. Das ist gegenüber reinen Cloud-Systemen ein echter Vorteil. Im Heise-Test benötigte das Energy Dashboard jedoch manuelle Templates; der getestete Blueprint zur Nulleinspeisung arbeitete nicht zuverlässig. Nach Aktivierung des lokalen Modus ist laut offizieller API-Dokumentation der Großteil der cloudseitigen Fernsteuerung eingeschränkt. Technikaffine Nutzer erhalten viel Kontrolle, Plug-and-play-Komfort wie bei Anker bietet die Integration noch nicht.

Die 16 von 20 Punkten für Sicherheit und Laborbefunde stützen sich auf das dokumentierte Plattform- und Schutzkonzept, die getrennten Leistungswege, passive Kühlung und die im Praxistest unauffällige Temperaturstabilität. Volle Punktzahl gibt es nicht, weil für die konkrete Plattform weiterhin ein unabhängiger EMV-, Dichtigkeits- und Sicherheitstest fehlt.

Leistung und Anschluss: Die 800-VA-Variante passt nur dann in den vereinfachten Steckersolarweg, wenn auch die konkrete Modul- und Anlagenkonfiguration dessen Grenzen erfüllt. Wer beim Pro mehr als 800 VA netzparallel nutzt, benötigt den regulären Anschlussweg mit geprüfter Leitung, Absicherung, Elektrofachkraft und Anmeldung. Der getrennte 2.400-VA-Backup-Ausgang ist davon zu unterscheiden.

Stärken: 5,024 kWh, vier MPPT, 2.400-VA-Backup, große Erweiterbarkeit, lokale API, passive Kühlung.

Schwächen: nur rund 80 Prozent AC-Round-trip bei 800 Watt, keine 200-Watt- und Stand-by-Messung, knapp 60 kg, lokale Integration noch unpoliert, für zwei Module klar überdimensioniert.

Unser Urteil: 81/100 – leistungsfähige Lösung für hohe PV- oder AC-seitige Überschüsse und lokale Steuerung; für ein typisches kleines Balkonkraftwerk weder die günstigste noch die effizienteste Wahl.

  • Passt zu: Hohen PV- oder AC-seitigen Überschüssen, großem Abendverbrauch und Wunsch nach lokaler Steuerung.
  • Stärke: 5,024 kWh, vier MPPT und 2.400-VA-Backup in einer Plattform.
  • Weniger geeignet für: Klassische Zwei-Modul-Anlagen und Nutzer, die maximale Plug-and-play-Einfachheit suchen.
SunEnergyXT 500 und 500 Pro Balkonkraftwerk-Speicher
SUNENERGYXT

500 / 500 Pro

  • 5,02 kWh und vier MPPT mit 2,5 kW
  • 800 VA / 2.400 VA je nach Variante
  • 2.400-Watt-Backup und lokale API
  • Rund 80 % AC-Round-trip bei 800 Watt
  • Knapp 60 kg und für kleine Anlagen zu groß
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 19/25
Regelung und Eigenverbrauch 16/20
Sicherheit und Laborbefunde 16/20
Bedienung und Software 13/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 9/10
Preis-Leistung 8/10
Gesamt 81/100

Platz 9: Anker SOLIX Solarbank 2 Pro – bewährt und inzwischen oft günstig

Die Solarbank 2 Pro ist technisch nicht mehr neu, aber als preisreduziertes Modell weiterhin relevant. Von 1,6 kWh Nennkapazität konnten wir 1,41 kWh nutzen. Bei 800 Watt lag die Effizienz im Test bei etwa 83 Prozent. Mit Smart Meter reagierte der Speicher innerhalb von drei bis vier Sekunden und hielt den Restbezug typischerweise zwischen 0 und 20 Watt.

Anker SOLIX Solarbank 2 Pro im Praxistest
Anker SOLIX Solarbank 2 Pro im EnergieMagazin-Praxistest

Gegenüber der Solarbank 3 fehlen bidirektionales AC-Laden, die neueren Tarifautomationen und die größere Grundkapazität. Dafür ist das System erprobt, leicht verständlich und für Haushalte mit überschaubarem Abendverbrauch oft ausreichend. Die separate Off-Grid-Steckdose liefert bis zu 1.000 Watt für direkt angeschlossene Verbraucher.

COMPUTER BILD empfiehlt die Solarbank 2 Pro weiterhin als besonders unkomplizierte Komplettlösung. Entscheidend ist heute der Preis: Liegt die Solarbank 3 Pro nur wenig darüber, lohnt sich das ältere Modell nicht. Bei deutlichem Abverkaufsrabatt ist es einer der vernünftigsten Einstiege.

Technik im Detail: Vier MPP-Tracker mit je 600 Watt ergeben bis zu 2.400 Watt PV-Eingang. Die 1,6-kWh-Basiseinheit lässt sich mit Zusatzakkus laut Hersteller bis auf 9,6 kWh erweitern. LFP-Zellen, Akkuheizung, Wetterschutz und eine 10-Jahres-Garantie machen die Plattform trotz ihres Alters nicht veraltet. Die vom Hersteller genannten 6.000 Zyklen sind jedoch keine eigene Langzeitmessung.

Kapazität und Laufzeit: Die gemessenen 1,41 kWh entsprechen gut 88 Prozent der Nennkapazität als abgegebener Energie. Bei 800 Watt wäre der nutzbare Vorrat rechnerisch in weniger als zwei Stunden erschöpft; bei einer realistischen Abendgrundlast von 200 Watt reicht er deutlich länger. Der eigene Wirkungsgrad von ungefähr 83 Prozent ist solide, aber nicht mehr führend. Die 2 Pro passt deshalb besser zu einem kleinen, regelmäßig genutzten Akku als zu einem teuren Maximalausbau.

Ladeleistung: Das Basissystem kann den Akku mit ungefähr 1.000 Watt laden; mit Erweiterungsakku steigt die mögliche Ladeleistung. Die 2,4-kW-Angabe am PV-Eingang ist daher nicht gleichbedeutend damit, dass jede kurze Mittagsspitze vollständig im Akku landet. Bei normalen Anlagen mit zwei bis vier Modulen ist das selten kritisch. Einen Ausbau auf 9,6 kWh würden wir heute nur nach genauer Überschussanalyse empfehlen, weil neuere Plattformen mehr Ladeleistung und Automationen bieten.

Regelung: Mit Anker Smart Meter und nach späterem Softwarestand auch mit Shelly reagierte das System in unseren Versuchen nach drei bis vier Sekunden. Bei stabiler Last blieben meist 0 bis 20 Watt Netzbezug. Das ist etwas langsamer als die 3 Pro, aber deutlich schneller als cloudbasierte Regelschleifen. Für Kühlschrank, Licht und Unterhaltungselektronik ist es alltagstauglich; extrem kurze Lastspitzen werden auch hier nicht vollständig erfasst.

Heise und c’t zur Solarbank 2 Pro: Im TechStage-Test glich das Anker Smart Meter Verbrauchsänderungen innerhalb weniger Sekunden aus. Kritisiert wurde damals das geschlossene System ohne Smart-Home-Integration. Dieser Befund beschreibt den damaligen Softwarestand; die später ergänzte Shelly-Unterstützung muss davon getrennt werden. Im c’t-Vergleich gehörte Anker zusammen mit EcoFlow zu den präzisesten Systemen, wenn einzelne Verbraucher über smarte Zwischenstecker erfasst wurden. Einen vollständigen Round-trip-Wert veröffentlichte c’t in der frei zugänglichen Zusammenfassung nicht.

Anker Smart Meter für Solarbank 2 und 3 Pro im Test der Nulleinspeisung
Der Anker Smart Meter ist mit Solarbank 2 und 3 Pro kompatibel.

Was wirklich fehlt: Der Wechselrichter bietet kein gleichwertiges komfortables bidirektionales Netzladen. Anker Intelligence, umfassende Tarifautomatik und automatische Überschussaktionen über Smart Plugs gehören ebenfalls nicht zum Funktionsumfang der 3. Generation. Wer nur Solarüberschuss speichern und feste Zeitpläne nutzen möchte, vermisst wenig. Wer dynamische Preise ausnutzen oder das System tief automatisieren will, kauft mit der 2 Pro in eine ältere Logik.

Preisentscheidung: Auch der FAZ-Kaufkompass lobt Verarbeitung, einfache Installation und App. Diese Qualitäten rechtfertigen einen Kauf aber nur mit Rabatt. Liegt die 2 Pro lediglich 100 bis 200 Euro unter der 3 Pro, bietet das neuere Gerät gewöhnlich mehr nutzbare Energie und Zukunftssicherheit pro Euro. Bei starkem Abverkauf bleibt die 2 Pro dagegen einer der vernünftigsten Einstiege.

Stärken: bewährt, gute Regelung, einfache Einrichtung, vier PV-Eingänge, häufig günstig, breite Händlerauswahl.

Schwächen: nur 1,41 kWh im gemessenen Zyklus, kein komfortables bidirektionales AC-Laden, weniger intelligente Automationen, ältere Ausbauplattform.

Unser Urteil: 80/100 – guter Kauf, wenn ein klarer Preisabstand zur Solarbank 3 Pro besteht.

Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro Balkonkraftwerk-Speicher
EnergieMagazin Testurteil für die Anker SOLIX Solarbank 2 Pro
ANKER SOLIX

Solarbank 2 E1600 Pro

  • Bewährte Plattform und gute App
  • 1,41 kWh im EnergieMagazin-Test nutzbar
  • Schnelle Smart-Meter-Regelung
  • Weniger flexibel als neuere Generationen
  • Teillastverluste bleiben relevant
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 19/25
Regelung und Eigenverbrauch 18/20
Sicherheit und Laborbefunde 16/20
Bedienung und Software 13/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 7/10
Preis-Leistung 7/10
Gesamt 80/100

Platz 10: FoxESS Avocado 22 Pro – spannendes Sicherheitskonzept, noch dünne Messbasis

Der Avocado 22 Pro kombiniert 2,11 kWh je Modul mit einem starken Fokus auf Brandschutz, Datenschutz und Erweiterbarkeit. Home & Smart vergab 94 von 100 Punkten und hob die einfache Installation, den separaten Ausgang und das integrierte Aerosol-Löschsystem hervor. Die App und das kleine Display boten im Test noch Verbesserungspotenzial; nicht jede beworbene Automatik wurde praktisch geprüft.

Wichtig ist die Modelltrennung: Stiftung Warentest testete den älteren Avocado Orbit M und bewertete ihn mit 4,4. Dieses Ergebnis darf weder positiv noch negativ auf den 22 Pro übertragen werden. Ebenso sind Herstellerangaben zu Feuerlöschung, KI-Früherkennung und Serverstandort relevante Kaufargumente, aber kein Ersatz für einen unabhängigen Sicherheits- und EMV-Test des aktuellen Geräts.

Um die maximale wählbare Hausabgabe gab es 2026 wettbewerbsrechtliche Auseinandersetzungen und Softwareänderungen. Einstweilige gerichtliche Entscheidungen sind kein pauschales Betriebsverbot. Käufer sollten dennoch kontrollieren, dass die konkrete deutsche Geräte- und Firmwarevariante für die vereinfachte Nutzung dauerhaft auf höchstens 800 VA begrenzt ist.

Welche Variante gemeint ist: Unter dem Namen Avocado 22 Pro gibt es die M-Version mit PV-Eingängen, eine AC-Version zur Nachrüstung und E-Erweiterungsmodule. Unsere Platzierung bezieht sich auf den Avocado 22 Pro M. Käufer sollten prüfen, ob Heizung, Kopfeinheit, Anschlusskabel und gewünschte Messgeräte im konkreten Paket enthalten sind; die Kurzbezeichnung allein reicht nicht.

PV- und Batterietechnik: Vier Eingänge arbeiten laut Handbuch ungefähr zwischen 10 und 60 Volt und erlauben bis zu 20 Ampere Betriebsstrom beziehungsweise 25 Ampere Kurzschlussstrom je Kanal. Zusammen sind 2.600 Watt vorgesehen. Die Basis speichert 2,11 kWh LiFePO4. Ältere Dokumente nannten vier Zusatzmodule und 10,55 kWh. Ein späteres Softwareupdate erweiterte die Plattform laut Anbieter auf fünf Zusatzmodule beziehungsweise 12,66 kWh. Vor einem großen Ausbau sollte FoxESS die Unterstützung für die konkrete Seriennummer schriftlich bestätigen.

Ersatzstrom: Der EPS-Ausgang liefert 1.200 Watt dauerhaft. Home & Smart und Händler dokumentieren einen Overboost bis 1.800 Watt für ungefähr zehn Sekunden, damit Verbraucher mit hohem Anlaufstrom starten können. Das ist hilfreich für Kompressor, Pumpe oder Staubsauger, ersetzt aber keine 1,8-kW-Dauerleistung. Im Handbuch ist außerdem ein Bypass bis etwa 2.200 Watt aufgeführt; dabei kann Energie aus dem Netz durchgereicht werden und stammt nicht allein aus dem Akku.

Sicherheitskonzept kritisch eingeordnet: FoxESS bewirbt Temperaturüberwachung, LFP-Zellen, Fehlererkennung und ein integriertes Aerosol-Löschsystem. Das ist bemerkenswert, beantwortet aber nicht automatisch, wie zuverlässig Sensorik und Auslösung nach Jahren funktionieren oder wie die aktuelle Revision bei EMV und Starkregen abschneidet. In unserer Wertung zählt das System als sinnvolle Ausstattung, nicht als Ersatz für einen unabhängigen Fehlerfalltest.

Praxistest von Home & Smart: Die Redaktion vergab 94 von 100 Punkten und lobte Installation, EPS-Steckdose, Overboost und Löschkonzept. Das kleine Display war in hellem Licht schlechter lesbar, und die App übernahm Zeitpläne anfangs teilweise verzögert. Nicht jede beworbene KI-, Tarif- oder Brandschutzfunktion wurde als Langzeit- oder Fehlerfallprüfung praktisch verifiziert. Die hohe Note beschreibt daher vor allem Ausstattung und Alltagseindruck.

Smart Meter und Software: Mehrere Messsysteme werden unterstützt; die genaue Liste hängt vom Firmwarestand ab. Das ist praktisch, wenn bereits ein Shelly oder IR-Leser vorhanden ist. Uns fehlt aber noch eine eigene hochauflösende Messung von Reaktionszeit, Überschwingen und Verhalten ohne Internet. Käufer sollten außerdem klären, ob Heizung und dynamische Regelung lokal weiterarbeiten, wenn Hersteller-Cloud oder WLAN vorübergehend ausfallen.

Warum das Stiftung-Urteil nicht übertragbar ist: Stiftung Warentest prüfte den älteren FoxESS Avocado Orbit M und bewertete ihn mit 4,4. Der 22 Pro ist eine andere Generation. Das alte Urteil darf weder als Abwertung noch als Entlastung dienen. Gerade deshalb benötigen wir für den aktuellen 22 Pro einen eigenen EMV-, Dichtigkeits- und Sicherheitstest, bevor er in die Spitzengruppe aufrückt.

Stärken: interessantes Sicherheitskonzept, 4 MPPT mit 2.600 Watt, modular, brauchbarer Ersatzstrom, breite Smart-Meter-Auswahl.

Schwächen: kein eigener Vollzyklus, aktuelle Generation ohne breiten unabhängigen Labortest, App-Details, Varianten- und Firmwarestand müssen genau geprüft werden.

Unser Urteil: 78/100 – aussichtsreicher Kandidat; für eine Top-Empfehlung fehlen eigene Effizienzmessung und unabhängiger Labortest der aktuellen Revision.

FoxESS Avocado 22 Pro Balkonkraftwerk-Speicher
FOXESS

Avocado 22 Pro

  • 2,11 kWh und modular erweiterbar
  • Vier MPPT-Eingänge und separater EPS-Ausgang
  • Integriertes Aerosol-Löschsystem
  • Noch keine eigene Vollzyklusmessung
  • Unabhängige Laborbasis noch dünn
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 16/25
Regelung und Eigenverbrauch 15/20
Sicherheit und Laborbefunde 15/20
Bedienung und Software 12/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 10/10
Preis-Leistung 10/10
Gesamt 78/100

Platz 11: Zendure SolarFlow 800 Pro – funktional stark, wegen EMV nur eingeschränkt empfohlen

Der SolarFlow 800 Pro ist kompakt, modular und funktional eines der vielseitigsten Systeme im Testfeld. Vier PV-Eingänge, bidirektionales Laden, dynamische Tarife und Smart-Meter-Unterstützung decken fast alle Wünsche ab. In unserem Test arbeitete die Regelung mit Shelly schnell und präzise. Beim 800-Watt-Lauf lag der von uns ermittelte Wirkungsgrad um 83 Prozent. Aufgrund abweichender Messzyklen veröffentlichen wir für die nutzbare Kapazität erst dann einen finalen Wert, wenn der Wiederholungstest abgeschlossen ist.

Stiftung Warentest bewertete die Funktion mit „gut“, kam wegen mangelhafter elektromagnetischer Verträglichkeit aber insgesamt nur auf 4,6. Genau für solche Fälle enthält unser Punktesystem eine Sicherheitsbremse: Sehr gute App- und Energiefunktionen können einen relevanten EMV-Befund nicht vollständig ausgleichen.

Zendure hat inzwischen weitere Modellvarianten und Nachfolger auf den Markt gebracht. Ein positives Ergebnis für einen SolarFlow 2400 Pro oder 800 Pro 2 hebt das Urteil des geprüften 800 Pro nicht rückwirkend auf. Umgekehrt darf der alte Befund nicht ohne Test auf den Nachfolger übertragen werden.

Technik im Detail: Der SolarFlow vereint 1,92-kWh-LFP-Akku, Mikrowechselrichter und vier 660-Watt-MPPT. Zusammen können bis zu 2.640 Watt PV-Leistung angeschlossen werden. Mit AB2000X-Modulen wächst die Kapazität laut Hersteller auf 11,52 kWh. Der bidirektionale Wechselrichter kann aus PV oder AC laden und später netzparallel beziehungsweise am separaten Ausgang entladen.

Warum wir noch keine finale Nutzkapazität nennen: Beim 800-Watt-Lauf lag unser Wirkungsgrad in der Größenordnung von 83 Prozent. Für die Kapazität existierten jedoch Protokolle mit unterschiedlichen Ladegrenzen und Ergebnissen ungefähr zwischen 1,66 und 1,91 kWh. Ein Wert nahe 1,91 kWh wäre bei 1,92 kWh Nennkapazität nur mit extrem kleiner Reserve plausibel. Bereits die Frage, ob bis 0, 5 oder 10 Prozent entladen wird, kann mehr als 100 Wh Unterschied erzeugen. Hinzu kommen nachlaufende Energie, Rundung der App und Eigenverbrauch. Deshalb mitteln wir die Werte nicht, sondern wiederholen den Zyklus mit identischer Firmware, festen Grenzen und kalibriertem Messpunkt.

Heise/TechStage trennt Kapazität und Teillast: Im Heise-Test wurden im Mittel etwa 1,88 kWh aus 1,92 kWh Nennkapazität entnommen. Das ist eine sehr hohe Kapazitätsausnutzung, aber noch kein Round-trip-Wirkungsgrad. Beim Laden aus dem Netz ermittelte die Redaktion etwa 18 Prozent Ladeverluste. Die momentane Einspeiseeffizienz lag bei 800 Watt über 97 Prozent, sank aber bei 200 Watt auf 91,5 Prozent, bei 100 Watt auf knapp 82 Prozent und bei 50 Watt auf 67 Prozent. Diese Werte zeigen, warum ein Speicher trotz guter Volllastdaten bei kleiner Nachtgrundlast deutlich schlechter abschneiden kann. Sie sind wegen des anderen Messpfads nicht direkt mit unseren rund 83 Prozent vergleichbar.

Regelung und lokale Schnittstellen: Mit Shelly Pro 3EM reagierte das System in wenigen Sekunden und blieb bei stabiler Last im Bereich weniger Watt um den Zielwert. Zendure bietet je nach Firmware lokale HTTP- beziehungsweise MQTT-Möglichkeiten, die in der Home-Assistant-Community praktisch genutzt werden. Das ist ein echter Vorteil gegenüber reinen Cloud-Systemen. Käufer sollten prüfen, welche Freigabe und App-Einstellung für die konkrete Region und Hardwareversion nötig ist.

App und Tarife: ZENKI, Zeitpläne, Ladegrenzen, dynamische Preise und Verbrauchsstatistiken decken fast alle Wünsche ab. Einzelne Tests und Nutzer berichten dennoch über Verbindungsprobleme. Für einen robusten Betrieb sollten Grundlast und Zeitplan auch weiterlaufen, wenn Internet oder Herstellerdienst kurz ausfallen. Genau dieser Offline-Fall gehört in einen Wiederholungstest.

Stiftung Warentest im Detail: Die Funktion wurde als gut und die Handhabung als sehr gut eingeordnet. Öffentlich ausgewiesene Ergebniszusammenfassungen nennen für die elektromagnetische Verträglichkeit jedoch 5,3; dadurch fiel das Gesamturteil auf 4,6. Ein EMV-Mangel bedeutet nicht, dass der Speicher sofort ausfällt. Er kann aber andere Geräte oder Funkdienste stören und ist normrelevant. Eine schöne App kann diesen Befund deshalb nicht ausgleichen.

Off-Grid und Revisionsfrage: Netzparallel bleibt die deutsche Konfiguration auf 800 Watt begrenzt. Der separate Ausgang liefert ungefähr 1.000 Watt dauerhaft und kurzzeitig etwa 1.200 Watt für direkt angeschlossene Geräte. SolarFlow 800 Pro 2, 800 Plus und 2400 Pro sind eigenständige Modelle. Ein gutes Nachfolgermodell entlastet den alten 800 Pro nicht rückwirkend; umgekehrt darf dessen EMV-Urteil nicht ungeprüft auf neue Hardware übertragen werden. Für eine Entlastung brauchen wir eine klar bezeichnete Revision und einen unabhängigen Nachtest.

Stärken: 4 MPPT mit 2.640 Watt, bidirektional, schnelle Regelung, modular, gute Tarif- und Smart-Home-Möglichkeiten.

Schwächen: Stiftung Warentest 4,6 wegen EMV, eigener Kapazitätswert muss wiederholt werden, einzelne App-Probleme, Modellvielfalt erschwert den Vergleich.

Unser Urteil: 72/100 – technisch attraktiv, bis zum belastbaren EMV-Nachweis einer eindeutig bezeichneten Revision aber nur eingeschränkt empfohlen.

Zendure SolarFlow 800 Pro Balkonkraftwerk-Speicher
ZENDURE

SolarFlow 800 Pro

  • 1,92 kWh und vier MPPT-Eingänge
  • Bidirektionales Laden und schnelle Regelung
  • Lokale Home-Assistant-Anbindung
  • Stiftung Warentest: mangelhaft wegen EMV
  • Kapazitätswert sollte erneut unabhängig geprüft werden
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 20/25
Regelung und Eigenverbrauch 18/20
Sicherheit und Laborbefunde 6/20
Bedienung und Software 13/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 8/10
Preis-Leistung 7/10
Gesamt 72/100

Platz 12: EcoFlow STREAM Ultra – innovativ, aber mit schwerem Laborbefund

EcoFlow verfolgt mit der STREAM-Serie einen flexiblen Ansatz. Die Ultra kann PV-Strom speichern, Verbraucher über eigene Steckdosen direkt versorgen und mit weiteren STREAM-Komponenten kombiniert werden. In unserem Test standen aus 1,92 kWh Nennkapazität rund 1,68 kWh zur Verfügung. Der 800-Watt-Zyklus erreichte 89,3 Prozent für den von uns gemessenen Pfad. Mit Smart Meter arbeitete die Regelung schnell und hielt sich ungefähr zwischen 20 Watt Bezug und 20 Watt Überschuss.

EcoFlow STREAM Ultra und STREAM AC Pro im Balkonkraftwerk-Speicher-Test
EcoFlow STREAM Ultra und STREAM AC Pro im Praxistest

Die App bietet viele Energieflüsse und Tarifoptionen. Gleichzeitig fiel eine AC-Pro-Einheit durch einen hochfrequenten Ton auf; Relaiswechsel sind hörbar. Die hohen Leistungen an den lokalen Steckdosen sind praktisch für direkt angeschlossene Geräte, aber keine Erlaubnis zur entsprechenden Einspeisung in den Hausstromkreis.

Stiftung Warentest bewertete die Funktion mit „gut“ und die Bedienung mit „sehr gut“. Wegen mangelhafter EMV sank das Gesamturteil dennoch auf 4,7. Das ist für uns ein Ausschlussgrund für eine Top-Platzierung, solange keine klar bezeichnete Hardware-Revision mit unabhängig bestätigter Verbesserung vorliegt. Ein reines Firmwareversprechen reicht bei leitungsgebundenen Störaussendungen nicht automatisch aus.

Das STREAM-Konzept: Die Ultra kombiniert 1,92-kWh-Akku, vier PV-Eingänge, Wechselrichter und zwei lokale AC-Steckdosen. Weitere STREAM-Ultra- oder AC-Pro-Einheiten können kabelgebunden oder dezentral an anderen Steckdosen arbeiten. Bis zu sechs 1,92-kWh-Geräte ergeben theoretisch 11,52 kWh. Damit wächst nicht nur der Speicher, sondern auch die Zahl möglicher PV-Flächen und direkt versorgter Verbraucher.

EcoFlow STREAM AC Pro dezentral am Kühlschrank angeschlossen
Eine dezentrale STREAM AC Pro versorgt hier den Kühlschrank direkt.

2.000 oder 2.800 Watt PV: Direkt an der Ultra stehen vier MPPT mit zusammen 2.000 Watt zur Verfügung. EcoFlow bewirbt zusätzlich einen Dual-Mode bis 2.800 Watt, wenn ein weiterer beziehungsweise vorhandener Mikrowechselrichter AC-seitig bis zu 800 Watt beiträgt. Das sind zwei verschiedene Eingangswege. Die Formulierung „vier MPPT mit 2.800 Watt“ wäre falsch; die vier direkten Regler bleiben bei insgesamt 2.000 Watt.

Vier MPPT-PV-Eingänge der EcoFlow STREAM Ultra
An der Unterseite der STREAM Ultra befinden sich vier MPP-Tracker.

Kapazität und Wirkungsgrad: Im eigenen 800-Watt-Lauf standen 1,68 kWh zur Verfügung. Der dokumentierte Ladeeinsatz lag bei ungefähr 1,88 kWh, daraus ergeben sich 89,3 Prozent für den gemessenen Pfad. Die Abgabe entspricht rund 87,5 Prozent der Nennkapazität. Das ist ein sehr gutes Ergebnis, muss aber wie alle Prozentwerte mit Ladegrenzen, Firmware und Messpunkt gelesen werden.

Dynamische Regelung: Mit EcoFlow Smart Meter beziehungsweise Shelly reagierte die Ultra schnell auf Laständerungen. Bei stabiler Last bewegte sich die Hausbilanz meistens zwischen ungefähr 20 Watt Bezug und 20 Watt Überschuss. Auch der Bypasswechsel funktionierte ohne auffällige Verzögerung. Neben der Gesamtmessung lassen sich einzelne Verbraucher über Smart Plugs berücksichtigen oder feste Grundlast-Zeitfenster definieren.

Was die 2.300-Watt-Angabe bedeutet: Eine einzelne Einheit liefert an ihren Gerätesteckdosen ungefähr 1.200 Watt. Im gekoppelten beziehungsweise netzunterstützten Betrieb bewirbt EcoFlow bis zu 2.300 Watt Gesamtleistung. Diese Summe kann aus mehreren Batterien, lokalem Solarstrom und dem Netz bestehen. Sie ist weder reine Dauerleistung einer einzelnen Batterie noch eine erlaubte 2.300-Watt-Einspeisung über Schuko. Netzparallel bleibt die vereinfachte deutsche Konfiguration auf 800 VA begrenzt.

App und Geräusch: EcoFlow OASIS zeigt PV, Netz, Akku, Geräte und historische Werte sehr detailliert. Dynamische Preise und ein KI-Modus sind integriert. Die Vielzahl der Betriebsarten ist leistungsfähig, macht das Marketing aber erklärungsbedürftig. Die Ultra selbst blieb meist unauffällig; eine getestete STREAM AC Pro erzeugte am Netz jedoch ein deutliches hochfrequentes Fiepen, außerdem waren Relaiswechsel hörbar. Für Büro, Wohn- oder Schlafraum sollte das konkrete Gerät während der Rückgabefrist akustisch geprüft werden.

Heise/TechStage zur STREAM Ultra: Der Einzeltest lobte die einfache Einrichtung, vier PV-Eingänge, die dezentrale Erweiterung mit STREAM AC Pro und die übersichtliche Darstellung der Energieflüsse. Die damals getesteten Premiumfunktionen für dynamische Tarife wurden jedoch mit 69 Euro pro Jahr angegeben; Käufer sollten den aktuellen Abo- und Funktionsumfang in der App prüfen. Heise veröffentlichte für die normale STREAM Ultra keinen vollständigen Effizienzzyklus und schätzte lediglich, dass Netzladung erst bei einem Tarifabstand von mehr als 20 Prozent sinnvoll wird. Das positive Bedienurteil ändert deshalb nichts am späteren EMV-Befund von Stiftung Warentest.

Laborbefund und Nachfolger: Stiftung Warentest bewertete Funktion und Handhabung gut bis sehr gut, öffentlich ausgewiesene Zusammenfassungen nennen auch ein positives Sicherheitsbild. Wegen zu hoher elektromagnetischer Störaussendungen fiel das Gesamturteil dennoch auf 4,7. Bei leitungsgebundenen Störungen ist nicht sicher, ob eine reine Firmwareänderung die Ursache vollständig behebt. Spätere Modelle wie Ultra X dürfen weder als automatische Entlastung noch ungeprüft als ebenfalls mangelhaft gelten. Entscheidend ist ein unabhängiger Nachtest einer klar bezeichneten Hardwareversion.

Stärken: 89,3 Prozent im eigenen Messpfad, flexible lokale Ausgänge, schnelle Regelung, dezentrale Erweiterung, umfangreiche Tarif-App.

Schwächen: Stiftung Warentest 4,7 wegen EMV, hochfrequentes Geräusch an einer AC-Pro-Einheit, hörbare Relais, komplexe Watt- und Variantenkommunikation.

Unser Urteil: 70/100 – starkes Konzept, wegen des Laborbefunds aktuell jedoch keine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

EcoFlow STREAM Ultra Balkonkraftwerk-Speicher
ECOFLOW

STREAM Ultra

  • 89,3 % im EnergieMagazin-Messpfad
  • Flexible AC/DC-Architektur
  • Schnelle Regelung und dynamische Tarife
  • Stiftung Warentest: mangelhaft wegen EMV
  • Im Betrieb nicht immer leise
Kriterium Punkte
Nutzbare Energie und Effizienz 21/25
Regelung und Eigenverbrauch 18/20
Sicherheit und Laborbefunde 5/20
Bedienung und Software 13/15
Erweiterbarkeit und Flexibilität 8/10
Preis-Leistung 5/10
Gesamt 70/100

Weitere Modelle im Marktüberblick

Nicht jedes relevante Gerät benötigt einen langen Einzeltest in der Hauptbestenliste. Die folgenden Speicher sind je nach Anlage interessant, haben aber ein älteres Konzept, einen engeren Einsatzbereich oder noch keine ausreichend breite Mess- und Sicherheitsbasis. Ergebnisse von ähnlich benannten Vorgängern und Nachfolgern übertragen wir nicht.

Zendure SolarFlow 2400 Pro: Heises aktueller Testsieger kombiniert vier MPPT, hohe PV- und AC-Leistung sowie lokale MQTT-Steuerung. Für den vollständigen Zyklus nennt Heise je nach Auswertung rund 87 bis 88 Prozent; einzelne Kapazitäts- und Effizienzangaben im Test sind jedoch nicht vollständig konsistent. Für klassische Zwei-Modul-Anlagen ist das System meist überdimensioniert, für kleine PV-Anlagen mit hoher Abendlast dagegen technisch stark.

Zendure SolarFlow 2400 AC: Der reine AC-Nachrüstspeicher besitzt keine PV-Eingänge. Heise maß 87,3 Prozent AC-Round-trip bei 1.000 Watt, 86,0 Prozent bei 200 Watt und 86,1 Prozent im mehrtägigen Alltag. Lokales MQTT ist möglich; für die volle 2.400-Watt-Netzleistung sind ein geeigneter Stromkreis, Fachplanung und der reguläre Anschlussweg nötig.

Zendure SolarFlow 800 Pro 2: Der aktuelle Nachfolger darf nicht mit dem von Stiftung Warentest geprüften 800 Pro gleichgesetzt werden. IMTEST ermittelte bei 200 Watt 1,721 von 1,92 kWh abgegebene Energie. Vier MPPT und ein separater Off-Grid-Ausgang sind attraktiv; ein unabhängiger EMV-Nachtest genau dieser Hardware bleibt für eine höhere Einordnung wichtig.

Zendure Hyper 2000: Der AC-gekoppelte Speicher lässt sich flexibel nachrüsten und fiel bei uns mit nur etwa 1,5 bis 2 Watt Stand-by positiv auf. Nach Firmware-Updates reagierte die lokale Smart-Meter-Regelung meist in zwei bis drei Sekunden. Zusätzliche AC-Wandlungen und der fehlende integrierte Notstromausgang begrenzen die Attraktivität gegenüber neueren Systemen.

EcoFlow STREAM Ultra X: IMTEST setzte die große X-Version mit Note 1,73 auf Platz 2 und maß bei 200 Watt 3,655 von 3,84 kWh. Heise führt sie auf Platz 8, kritisiert aber die fehlende lokale Schnittstelle. Das mangelhafte EMV-Urteil der normalen STREAM Ultra darf nicht automatisch auf die Ultra X übertragen werden; für eine Entlastung ist dennoch ein unabhängiger Test der konkreten Revision nötig.

Hoymiles HiBattery 4020X: Der IMTEST-Preis-Leistungs-Sieger bietet 4,02 kWh, vier starke MPPT und bis zu 2.500 Watt am getrennten Off-Grid-Ausgang. Bei 200 Watt wurden 3,429 kWh abgegeben. Ausstattung und Preis sind attraktiv, App und Tarifautomatik wirkten im Test aber weniger ausgereift als bei Anker.

Hoymiles HiBattery 1920 AC und MS-A2: Der HiBattery ist eine interessante AC-Nachrüstung: Heise maß in zwei Vollzyklen 83,8 und 83,9 Prozent, im zweiwöchigen Alltag 82 Prozent und 4 bis 5 Watt Stand-by. Der Off-Grid-Modus muss bei Netzausfall manuell aktiviert werden und ist damit keine USV. Der kompaktere MS-A2 bleibt eine einfache Nachrüstlösung für kleinere Energiemengen.

Marstek Venus D: Heise ermittelte 83,4 Prozent AC-Round-trip bei 1.000 Watt, aber nur 76,6 Prozent bei 200 Watt; über sechs Monate lagen App und externer Zähler bei rund 75,5 bis 75,8 Prozent. Hinzu kamen 7 bis 8 Watt Stand-by, eine instabile lokale API und zeitweise stark gedrosselte PV-Leistung während des Balancings. Die große Kapazität allein macht das System daher nicht zur Effizienzempfehlung.

Marstek Venus A und Jupiter C Plus: Die Venus A bietet viel Ausstattung zu einem niedrigen Einstiegspreis, zeigte in Fremdtests aber Schwächen bei Effizienz und niedrigem Ladezustand. Der Jupiter C Plus erreichte im FAZ-Test einen hohen DC-zu-AC-Wert; dieser ist nicht mit dem AC-Round-trip der Venus-Modelle vergleichbar. Beide bleiben interessante Budgetlösungen, wenn Anschlussweg und Kapazität passen.

BLUETTI Balco 260: IMTEST maß bei 200 Watt 2,375 von 2,56 kWh abgegebene Energie und damit eine gute Kapazitätsausnutzung. Das modulare Konzept ist flexibel, App und Automationen wirkten jedoch weniger ausgereift als bei den Spitzenmodellen. Ein vollständiger, transparent dokumentierter Round-trip fehlt noch.

MOVA LumeGret A4000: Der Neueinsteiger erreichte bei IMTEST Platz 3 und gab bei 200 Watt 3,27 von 4,0 kWh ab. Hardware und Erweiterbarkeit sind interessant; Software, Support und Langzeiterfahrung sind für eine Hauptempfehlung noch zu jung.

SunLit BK215: In unserem Test waren 1,82 kWh nutzbar. Bei 800 Watt erreichte das System 83,5 Prozent, bei 150 Watt 73,4 Prozent. Die Regelung über Shelly reagierte mit rund 30 Sekunden deutlich langsamer als aktuelle Spitzenmodelle; die optionale EV3600-Erweiterung bleibt ein spezielles Argument für Nutzer mit passendem Fahrzeug.

Growatt NOAH 2000: Der ältere DC-Speicher erreichte in unserem Messpfad rund 89 Prozent und funktionierte mit Winterheizung zuverlässig. Die cloudabhängige Nulleinspeisung benötigte jedoch 15 bis 30 Sekunden, hinzu kamen WLAN-/App-Probleme und fehlender Ersatzstrom. Heute ist er nur noch bei starker Preisreduktion oder vorhandener kompatibler Growatt-Hardware interessant.

Growatt NEXA 2000: Der preiswerte All-in-one-Speicher ist technisch nicht mit dem NOAH 2000 identisch. Stiftung Warentest bewertete den NEXA insgesamt mit 5,2; ausschlaggebend war unter anderem die mangelhafte EMV, hinzu kam ein nur befriedigendes Sicherheitsurteil. Bis eine klar bezeichnete Revision unabhängig besser abschneidet, empfehlen wir ihn trotz des günstigen Preises nicht.

Welcher Balkonkraftwerk-Speicher passt zu meiner Situation?

Für ein bis zwei Module und niedrige Grundlast

Bei einer kleinen Anlage ist ein großer Akku selten besser. Wer nachts überwiegend 100 bis 250 Watt benötigt, fährt meist mit 1,6 bis 2,2 kWh gut. Der Zendure SolarFlow 800 Plus ist hier besonders interessant, weil Heise bei 200 Watt sogar 86,1 Prozent AC-Round-trip maß und der Speicher lokal per MQTT steuerbar ist. Die Anker Solarbank 2 Pro bleibt bei starkem Abverkaufsrabatt der unkompliziertere Einstieg. Solakon ONE bietet vier PV-Eingänge und hohe Effizienz im eigenen Messpfad, lohnt sich aber nur, wenn regelmäßig genügend Überschuss zum Laden vorhanden ist.

Für zwei bis vier Module und normalen Abendverbrauch

Hier liegt der Kernbereich von Anker Solarbank 3 Pro und Solakon ONE. Anker ist komfortabler und besser dokumentiert, Solakon effizienter und oft günstiger. Entscheiden Sie zwischen den beiden nicht nach der maximalen PV-Leistung, sondern nach App-Reife, lokaler Anbindung, realer nutzbarer Energie und Preis inklusive Smart Meter.

Für eine bestehende Anlage ohne Umbau der DC-Seite

Ein AC-Speicher wie Marstek Venus E ist besonders einfach nachzurüsten, weil der vorhandene Mikrowechselrichter weiterarbeitet. Dafür entstehen beim Speichern zusätzliche Wandlungsverluste. Bei kleinen täglichen Energiemengen kann ein kleinerer AC-Speicher wirtschaftlicher sein als ein 5-kWh-Gerät.

Für große PV-Flächen und hohen Verbrauch

Anker Solarbank 4 Pro, Maxxicharge 5.0 V2 und SunEnergyXT 500/500 Pro sind sinnvoll, wenn an sonnigen Tagen mehrere kWh Überschuss entstehen und diese am Abend wirklich verbraucht werden. SunEnergyXT bietet vier MPPT, 5,02 kWh und lokale Steuerung, arbeitet im Heise-Zyklus mit rund 80 Prozent AC-Round-trip aber weniger effizient als die besten kleineren Systeme. Alle drei sollten als kleine PV-Speichersysteme geplant werden, nicht als beliebig hochgerüstete Schuko-Anlage. Netzleistung, Absicherung, Anschluss und Registrierung müssen zur konkreten Konfiguration passen.

Für dynamische Stromtarife

Bidirektionales AC-Laden ist nur dann wirtschaftlich, wenn der Preisunterschied zwischen billigem Laden und teurer Nutzung größer ist als Umwandlungsverluste, Stand-by-Kosten und Akkuverschleiß. Anker 3 Pro bietet die komfortabelste Automatik; Solakon ist auf dem Energiepfad effizient, die Software aber jünger. Ein Speicher mit 72 Prozent AC-Round-trip benötigt deutlich größere Tarifspreizungen als ein System mit 86 Prozent.

Für Home Assistant und lokale Daten

„Home Assistant vorhanden“ bedeutet nicht automatisch cloudfrei. Prüfen Sie getrennt, ob die laufende Regelung ohne Internet funktioniert, ob Daten und Sollwerte lokal übertragen werden und welche App-Funktionen oder Updates weiterhin Hersteller-Server benötigen. Maxxicharge arbeitet über die lokale CCU, Anker 4 Pro inzwischen offiziell über Modbus TCP und Jackery über lokales MQTT bei paralleler App-Nutzung. Auch Solakon ONE lässt sich inzwischen lokal einbinden; Einrichtung und Energy-Dashboard erfordern aber noch manuelle Hilfssensoren.

Zendure 800 Plus lässt sich nach der App-Ersteinrichtung im laufenden Betrieb per eigenem MQTT-Broker lokal steuern; Firmwareupdates bleiben appgebunden, und der komfortable Zendure-Power-Manager arbeitet cloudbasiert. SunEnergyXT besitzt eine lokale API; die Home-Assistant-Einrichtung war im Heise-Test aber noch unpoliert, und der lokale Modus schränkt laut offizieller API-Dokumentation den Großteil der cloudseitigen Fernsteuerung ein. Eine angekündigte oder nur lesende API ist daher kein gleichwertiger Ersatz für eine dokumentierte lokale Regelung.

Für Ersatzstrom

Schauen Sie nicht nur auf Watt. Ein separater Off-Grid-Ausgang versorgt bei Stromausfall einzelne direkt angeschlossene Geräte; er speist nicht automatisch die Wohnung. Wichtig sind Dauerleistung, kurzzeitige Anlaufleistung, Umschaltzeit und die Möglichkeit, eine Mindestreserve im Akku zu halten. Für Router, Licht und Kühlgerät reichen oft 800 bis 1.200 Watt. Kaffeemaschine, Wasserkocher oder Pumpen können deutlich anspruchsvoller sein.

Die richtige Speichergröße: Meist reichen rund 2 kWh

Die passende Kapazität ist ungefähr die kleinere der beiden Energiemengen: der an einem typischen sonnigen Tag nicht direkt verbrauchte PV-Überschuss und der Verbrauch vom späten Nachmittag bis zum nächsten Solarertrag. Hinzu kommt eine Reserve für Umwandlungsverluste.

Faustformel: erforderliche Nennkapazität ≈ kleinere Energiemenge aus Tagesüberschuss und Abend-/Nachtverbrauch ÷ nutzbarer Kapazitätsanteil.

Beispiel: Bleiben an einem guten Tag 1,4 kWh übrig und verbraucht der Haushalt bis zum nächsten Morgen 1,2 kWh, ist ein Speicher mit rund 1,6 bis 2 kWh Nennkapazität meist ausreichend. Ein 5-kWh-System würde oft weder voll noch leer und bindet unnötig Kapital. Bei einer 2-kWp-Anlage, Wärmepumpe, Klimagerät oder regelmäßigem Laden aus dynamischen Tarifen kann mehr Kapazität sinnvoll sein.

Umfrage zur installierten Kapazität von Balkonkraftwerk-Speichern in Deutschland
Aktuelle Umfrage zur installierten Balkonkraftwerk-Speicherkapazität
Simulation der Ladezeit eines 4-kWh-Speichers mit 2.000 Watt PV-Eingangsleistung
So schnell wäre ein 4-kWh-Speicher bei 2.000 Wp im Sommer voll.

Nutzen Sie für die Auslegung mindestens einige Wochen echte Zählerdaten. Eine bloße Grundlastmessung um Mitternacht unterschätzt den Abendverbrauch, während ein einzelner sonniger Sommertag den ganzjährigen Überschuss überschätzt.

Worauf es beim Kauf wirklich ankommt

Nutzbare Energie statt Nennkapazität

Die Nennkapazität ist die Energie im Zellpaket. Im Alltag begrenzen Batteriemanagement, Mindestladezustand und Wandlungsverluste die tatsächlich verfügbare Menge. Deshalb sind 2,39 kWh gemessen aus 2,688 kWh für die Kaufentscheidung wertvoller als die Modellbezeichnung „E2700“.

Wirkungsgrad mit vollständigem Messpfad

Fragen Sie immer: Wo wurde Energie hinein- und wo wieder herausgemessen? DC zu Akku, Akku zu AC und AC zu AC sind unterschiedliche Werte. Für das Speichern von Solarstrom zählt der Pfad vom Modul beziehungsweise DC-Eingang bis zur Hausabgabe. Für dynamisches Netzladen zählt AC zu AC. Bei geringer Grundlast kommen Stand-by und Teillastverluste stärker zum Tragen.

Stand-by ist nicht immer vollständig am Netzstecker messbar: Versorgt sich die Elektronik zeitweise aus dem Akku, kann ein AC-Messgerät einen Teil des Eigenverbrauchs übersehen. Aussagekräftig sind deshalb sowohl die Leistung am Anschluss als auch der Ladezustandsverlust beziehungsweise die gesamte Energiebilanz über mehrere Stunden.

Vergleich des Wirkungsgrads verschiedener Balkonkraftwerk-Speicher bei der Entladung
Der Wirkungsgrad unterscheidet sich je nach Speicher und Entladeleistung deutlich.

Regelung: schnell, genau und möglichst lokal

Eine langsame Nulleinspeisung verschenkt bei jedem Lastwechsel Strom oder bezieht unnötig Energie aus dem Netz. Zwei bis vier Sekunden sind in der Praxis gut, 15 bis 30 Sekunden deutlich sichtbar. Noch wichtiger ist die Stabilität: Ein System darf nicht dauerhaft zwischen starkem Bezug und Überschuss pendeln. Lokale Regelung arbeitet meist robuster als eine Cloud-Schleife.

Wer mehrere AC-Speicher am selben Hausanschluss betreibt, sollte sie über ein gemeinsames Energiemanagement koordinieren. Zwei unabhängige Regler können denselben Messwert gleichzeitig ausgleichen und dadurch abwechselnd laden und entladen. Heise zeigte, dass eine gemeinsame HEMS-Steuerung dieses Gegeneinander bei mehreren Zendure-Systemen vermeiden kann.

Drei Sonderzustände verdienen ebenfalls Aufmerksamkeit: ein fast leerer Akku, das Zellbalancing nahe 100 Prozent und ein Internetausfall. Gute Systeme schützen bei niedrigem Ladezustand den Akku, leiten verfügbaren PV-Strom während des Balancings möglichst weiter zum Haushalt und behalten zumindest Zeitplan oder feste Grundlast auch ohne Cloud-Verbindung bei.

MPPT: Vier Eingänge sind gut, aber kein Selbstzweck

Vier MPP-Tracker sind bei neuen All-in-One-Systemen weit verbreitet. Sie helfen bei unterschiedlichen Ausrichtungen und Teilverschattung. Entscheidend bleiben die erlaubte Spannung und der maximale Eingangsstrom je Kanal. Zwei passend belegte Tracker können besser funktionieren als vier Eingänge, an denen Module außerhalb des optimalen Bereichs betrieben werden.

Aufstellort, Temperatur und Geräusch

Ein Speicher sollte schattig, standsicher und vor dauerhaftem Schlagregen geschützt stehen, selbst wenn IP65 auf dem Datenblatt steht. Prüfen Sie die zulässigen Lade- und Entladetemperaturen sowie eine vorhandene Heizung. In Wohnnähe sind Lüfter, Relais und hochfrequente Töne relevant. Ein stilles Datenblatt garantiert keinen stillen Betrieb.

Software, Datenschutz und Lebensdauer

Eine gute App darf nicht zur einzigen Lebensader des Systems werden. Zeitpläne und Grundfunktionen sollten nach einem Internetausfall weiterarbeiten. Achten Sie auf dokumentierte Exportmöglichkeiten, lokale Schnittstellen und eine nachvollziehbare Updatepolitik. Bei der Lebensdauer sind Zellchemie, Garantiebedingungen und erreichbarer Service wichtiger als eine hohe, unbestätigte Zyklenzahl.

Prognose zur Lebensdauer von Balkonkraftwerk-Speichern nach Ladezyklen
Prognose zur nutzbaren Kapazität über die Lebensdauer eines Balkonkraftwerk-Speichers

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk-Speicher wirtschaftlich?

Ein Speicher spart nur den Strom, der ohne Akku unvergütet oder sehr niedrig vergütet ins Netz gegangen wäre und später tatsächlich aus dem Netz bezogen worden wäre. Wer tagsüber ohnehin viel Solarstrom direkt nutzt, hat weniger Speicherpotenzial. Ein hoher Autarkiegrad klingt gut, ist aber nicht automatisch wirtschaftlich.

Rechnen Sie mit gelieferten, nicht mit geladenen kWh:

Jährliche Ersparnis ≈ aus dem Speicher im Haushalt genutzte kWh × vermiedener Strompreis – zusätzliche Stand-by- und Tarifladekosten.

Speichert ein System an 180 Tagen jeweils 1 kWh Solarüberschuss und liefert wegen Verlusten 0,85 kWh zurück, sind das 153 kWh nutzbarer Strom pro Jahr. Bei 30 Cent pro kWh entspricht das rund 46 Euro. Mit mehr nutzbaren Zyklen, höheren Strompreisen oder sinnvoller Tarifarbitrage steigt der Wert; mit überdimensioniertem Akku, hoher Grundlast am Tag oder 10 Watt Dauerverbrauch sinkt er.

Eine pauschale Amortisation von vier oder fünf Jahren ist deshalb unseriös. Rechnen Sie Anschaffungspreis inklusive Smart Meter, Erweiterungsakku, Montage und möglicher Elektroarbeiten gegen Ihren gemessenen Überschuss. Komfort, Ersatzstrom und die Freude an höherem Eigenverbrauch können zusätzliche Kaufgründe sein, sollten aber getrennt von der Rendite betrachtet werden.

Recht 2026: 2.000 Watt Module, 800 VA Wechselrichter – und was für Speicher gilt

Die folgenden Hinweise beziehen sich auf Deutschland und den Stand vom 13. August 2026. Sie ersetzen keine Prüfung der konkreten Anlage durch Netzbetreiber oder Elektrofachkraft. Für Speicher sind Anschlussart, Zertifikate und das Zusammenspiel aller Wechselrichter entscheidend; ein Werbeslogan wie „legal 2.500 Watt“ sagt darüber wenig aus.

1. Die vereinfachte EEG-Regel gilt bis 2.000 Watt Modulleistung und 800 VA

Als Steckersolargerät im Sinne der vereinfachten EEG-Regeln gilt eine Anlage mit insgesamt höchstens 2.000 Watt installierter Modulleistung und insgesamt höchstens 800 VA Wechselrichterleistung hinter derselben Entnahmestelle. Bei unentgeltlicher Abnahme genügt grundsätzlich die Registrierung im Marktstammdatenregister; eine zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Wer eine Einspeisevergütung möchte oder die Grenzen überschreitet, nutzt den regulären Anschlussweg.

Die 2.000 Watt beziehen sich auf die angeschlossenen PV-Module, die 800 VA auf die Wechselrichterseite. Ein Speicher erhöht die erlaubte Netzeinspeisung nicht. Auch mehrere Geräte werden nicht automatisch einzeln betrachtet: Bei einem 800-VA-Mikrowechselrichter plus einem AC-Speicher mit weiterem netzparallelem Wechselrichter muss die Systemkonfiguration als Ganzes bewertet werden.

2. Über 800 Watt per App herunterregeln ist keine belastbare Grauzone

Die Bundesnetzagentur stellt klar, dass bei wählbaren Leistungsstufen die höchste auswählbare Wechselrichterleistung maßgeblich ist. Ein Gerät mit 1.200 oder 2.500 VA fällt daher nicht allein deshalb unter die vereinfachte 800-VA-Regel, weil der Nutzer in der App gerade 800 Watt eingestellt hat. Eine Warnmeldung oder ein freiwillig gesetzter Regler ist keine dauerhafte technische Begrenzung.

Die eigentliche Unschärfe liegt meist nicht in der 800-VA-Grenze, sondern in der Produktarchitektur: Ist die höhere Leistung ausschließlich an einer galvanisch beziehungsweise schaltungstechnisch getrennten Off-Grid-Steckdose verfügbar, speist sie nicht in den Hausstromkreis ein. Ist sie netzparallel über den Hausanschluss wählbar, ist der vereinfachte Steckersolarweg regelmäßig verlassen. Eine dauerhaft geschützte, zertifizierte Herstellerbegrenzung kann anders zu bewerten sein als eine frei zugängliche App-Einstellung; dafür müssen Dokumentation und Einheitenzertifikat zur konkreten Variante passen.

Kurz gesagt: Mehr als 800 Watt an einem separaten Insel-Ausgang können zulässig sein. Mehr als 800 VA netzparallel sind nicht verboten, erfordern aber den regulären Anschlussprozess, passende Schutztechnik und in der Regel eine Elektrofachkraft. „Nulleinspeisung“ hebt diese Anforderungen nicht pauschal auf.

3. Die gesetzliche 2.000-Watt-Grenze ist keine automatische Schuko-Freigabe

Seit Dezember 2025 beschreibt die DIN VDE V 0126-95 erstmals Anforderungen an Steckersolargeräte als Gesamtsystem. Der VDE erläutert: Über eine normale Haushaltssteckdose sind bei erfüllten Schutzanforderungen höchstens 800 VA Wechselrichterleistung und bis zu 960 Wp Modulleistung vorgesehen. Höhere Modulleistungen bis 2.000 Wp erfordern nach dieser Produktnorm eine spezielle Energiesteckvorrichtung oder eine entsprechend fachgerecht geplante Lösung.

Das wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich, sind aber zwei verschiedene Ebenen. Das EEG definiert die Obergrenze für die vereinfachten gesetzlichen Sonderregeln; die VDE-Normen konkretisieren die sichere technische Ausführung. Eine 2.000-Wp-Anlage ist deshalb nicht automatisch für jede alte Schuko-Steckdose geeignet. Mehrfachsteckdosen sind für die Einspeisung tabu, und der betroffene Stromkreis sollte von einer Elektrofachkraft geprüft werden.

4. Balkonkraftwerk und stationären Speicher registrieren

Das Balkonkraftwerk muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister registriert werden. Bei einer Solaranlage mit stationärem Batteriespeicher sind zwei Einheiten zu erfassen: die Solaranlage und der Speicher. Das Register ermöglicht beide Angaben in einem Ablauf. Wird ein Akku später ergänzt oder erweitert, müssen die Daten entsprechend aktualisiert werden.

5. Was oberhalb der Steckersolargrenzen passiert

Mehr als 2.000 Wp Module oder mehr als 800 VA Wechselrichterleistung sind nicht pauschal illegal. Die Anlage ist dann nur kein vereinfachtes Steckersolargerät mehr. Nach der seit März 2026 gültigen VDE-AR-N 4105 kommt für Kleinsterzeuger, Kleinstspeicher und kombinierte Erzeugungs-/Speichereinheiten bis insgesamt 800 VA ein vereinfachter Anschlussprozess infrage. Oberhalb von 800 VA gilt das reguläre Verfahren. Anlagen über 2 kWp dürfen nicht als Laien-Plug-and-play in Betrieb genommen werden.

Für große Systeme wie Anker Solarbank 4 Pro, Maxxicharge oder Marstek Venus E bedeutet das: Die Geräte können technisch sinnvoll und legal betrieben werden, aber nicht jede mögliche Konfiguration gehört an eine vorhandene Haushaltssteckdose. Lassen Sie sich für die geplante Betriebsart schriftlich bestätigen, welche Netzleistung dauerhaft gilt, welches Zertifikat dazugehört und wie die Anlage registriert werden muss.

Kaufcheck in zehn Fragen

Bevor Sie bestellen, sollten Sie jede dieser Fragen eindeutig beantworten können:

  1. Wie viele kWh PV-Überschuss bleiben an einem normalen sonnigen Tag tatsächlich übrig?
  2. Wie hoch ist mein Verbrauch zwischen Sonnenuntergang und dem nächsten Solarertrag?
  3. Wie viel der Nennkapazität wurde unabhängig als nutzbar gemessen?
  4. Bezieht sich der angegebene Wirkungsgrad auf Entladung, DC-zu-AC oder einen vollständigen AC-Round-trip?
  5. Wie schnell und genau regelt das System mit meinem Smart Meter?
  6. Funktionieren Grundbetrieb und Zeitplan auch ohne Hersteller-Cloud?
  7. Passen Spannung und Strom meiner Module zu jedem PV-Eingang?
  8. Welche Leistung geht ins Hausnetz, welche ausschließlich an eine separate Off-Grid-Steckdose?
  9. Welche konkrete Hardware- und Firmwarevariante decken Zertifikate und unabhängige Tests ab?
  10. Ist der Aufpreis für mehr Kapazität mit meinem Überschuss überhaupt nutzbar?

Wenn ein Händler nur Nennkapazität, maximale Wattzahl und Ladezyklen nennt, aber diese Fragen offenbleiben, fehlt die Grundlage für einen sinnvollen Vergleich.

Häufige Fragen zu Balkonkraftwerk-Speichern

Welcher Balkonkraftwerk-Speicher ist 2026 der beste?

Für die meisten Haushalte ist die Anker SOLIX Solarbank 3 Pro weiterhin das beste Gesamtpaket. Der Solakon ONE ist unsere Empfehlung für hohe Effizienz im eigenen Messpfad, der Zendure SolarFlow 800 Plus für Preis-Leistung und geringe Teillastverluste, Maxxicharge für lokale Steuerung und Anker 4 Pro für große, fachgerecht installierte Anlagen. SunEnergyXT 500/500 Pro ist eine lokal steuerbare 5-kWh-Alternative für hohe PV- oder AC-seitige Überschüsse, nicht für das typische kleine Balkonkraftwerk.

Wie groß sollte ein Speicher für ein 800-Watt-Balkonkraftwerk sein?

Meist sind 1,6 bis 2,2 kWh ausreichend. Entscheidend ist nicht die 800-Watt-Ausgangsleistung, sondern wie viele kWh Überschuss am Tag entstehen und wie viel davon abends verbraucht wird. Ein 5-kWh-Speicher lohnt sich an einem kleinen Zwei-Modul-System nur in seltenen Fällen.

Kann ich einen Speicher an jedes Balkonkraftwerk nachrüsten?

AC-Speicher sind grundsätzlich flexibler, weil sie unabhängig vom vorhandenen Mikrowechselrichter arbeiten. DC-Speicher müssen zu Modulspannung, Eingangsstrom, Steckern und Wechselrichter passen. Prüfen Sie außerdem, ob zwei netzparallele Wechselrichter gemeinsam die zulässige Leistung überschreiten und ob der Hersteller die konkrete Kombination freigegeben hat.

Brauche ich für Nulleinspeisung einen Smart Meter?

Für eine echte verbrauchsabhängige Regelung des gesamten Haushalts ist ein Smart Meter am Netzanschlusspunkt die beste Lösung. Einzelne Smart Plugs erfassen nur ausgewählte Verbraucher. Ohne Messung kann der Speicher lediglich eine feste Grundlast oder einen Zeitplan abdecken und wird häufiger zu viel oder zu wenig einspeisen.

Darf ein Balkonkraftwerk-Speicher mehr als 800 Watt abgeben?

An einem separaten, netzunabhängigen Ausgang darf ein Gerät je nach Konstruktion deutlich mehr Leistung für direkt angeschlossene Verbraucher bereitstellen. Netzparallel in den Hausstromkreis gilt für die vereinfachte Steckersolarregel höchstens 800 VA. Höhere Netzleistung ist möglich, aber nur über den regulären Anschlussweg mit passender Installation und Anmeldung.

Nicht automatisch als Steckersolargerät. Nach der Bundesnetzagentur zählt die höchste auswählbare Wechselrichterleistung, nicht die momentan gewählte Stufe. Eine frei änderbare App-Begrenzung reicht daher nicht. Anders kann eine dauerhaft gesicherte und zertifizierte 800-VA-Gerätevariante oder ein ausschließlich getrennter Off-Grid-Ausgang zu bewerten sein.

Macht Nulleinspeisung eine stärkere Anlage zum Balkonkraftwerk?

Nein. Nulleinspeisung verhindert idealerweise den Export ins öffentliche Netz, ändert aber nicht automatisch die installierte beziehungsweise maximal wählbare Wechselrichterleistung. Sie ist eine Regelungsfunktion und keine pauschale Ausnahme von Anschluss- und Sicherheitsvorgaben.

Funktioniert ein Balkonkraftwerk-Speicher bei Stromausfall?

Nur wenn er einen ausdrücklich netzunabhängigen Ausgang besitzt. Die normale Schuko-Verbindung zum Haus muss sich bei Netzausfall abschalten. Über die separate Off-Grid-Steckdose lassen sich dann einzelne Geräte betreiben. Eine automatische Versorgung der gesamten Wohnung ist eine andere, aufwendigere Ersatzstromlösung.

Wie lange hält ein LiFePO4-Speicher?

Viele Hersteller nennen 6.000 oder mehr Zyklen. Im Alltag altern Akkus zusätzlich kalendarisch und durch Hitze, hohe Ladezustände sowie hohe Leistung. Bei einem Zyklus pro Tag sind zehn Jahre grundsätzlich plausibel, aber Garantiebedingungen und reale Restkapazität sind wichtiger als die größte Werbezahl.

Lohnt sich ein Speicher im Winter?

Im Winter fehlt meist nicht Kapazität, sondern Solarertrag. Eine Heizung ermöglicht zwar das Laden bei Frost, verbraucht dabei aber selbst Energie. Kaufen Sie den Speicher deshalb nach dem Jahresprofil und nicht mit dem Ziel, jeden Wintertag autark zu werden.

Fazit: Der beste Speicher ist der passend dimensionierte

Die Anker SOLIX Solarbank 3 Pro bleibt unser Testsieger, weil sie im Alltag am wenigsten Spezialwissen verlangt und in fast allen wichtigen Disziplinen gut abschneidet. Ihre Schwächen sind messbar: niedrige Teillasteffizienz, hoher Stand-by-Verbrauch und ein nur befriedigendes Stiftung-Warentest-Ergebnis. Wer diese Punkte höher gewichtet, fährt mit dem Solakon ONE möglicherweise besser.

Neu setzt sich der Zendure SolarFlow 800 Plus als Preis-Leistungs-Empfehlung für zwei Module ab: Sein von Heise gemessener AC-Round-trip blieb mit 85,0 Prozent bei 800 Watt und 86,1 Prozent bei 200 Watt ungewöhnlich stabil. Wer dagegen 5 kWh, vier PV-Eingänge und einen starken Backup-Ausgang wirklich auslasten kann, findet im SunEnergyXT 500/500 Pro eine interessante, aber weniger effiziente und softwareseitig noch anspruchsvollere Alternative.

Für große Anlagen verschiebt sich die Rangfolge. Maxxicharge überzeugt mit lokaler Regelung, Anker 4 Pro mit Leistung, Marstek mit einfacher AC-Nachrüstung und SunEnergyXT mit vier PV-Eingängen sowie großer Kapazität. Jackery ist eine gut vernetzte Komplettset-Alternative, wird aber durch den hohen gemessenen Stand-by-Verbrauch gebremst. Beim älteren Zendure SolarFlow 800 Pro und bei der normalen EcoFlow STREAM Ultra verhindern die EMV-Befunde aus dem Stiftung-Warentest-Labor weiterhin eine uneingeschränkte Empfehlung.

Die wichtigste Kaufregel ist einfacher als jede Bestenliste: Wählen Sie den Speicher nach Ihrem gemessenen Überschuss, dem Abendverbrauch und dem tatsächlichen Leistungsweg. Rund 2 kWh sind für viele Balkonkraftwerke sinnvoller als 5 kWh. Und eine hohe Wattzahl an einer Ersatzstromsteckdose ist kein Freibrief für die Einspeisung ins Hausnetz.


Transparenz und Aktualisierung

EnergieMagazin misst, soweit angegeben, Energieflüsse mit definiertem Ladezustand, Last und Messpunkt. Abweichende Testpfade werden nicht zu einem gemeinsamen Wirkungsgrad verrechnet. Externe Urteile fließen als eigener Evidenzbaustein ein; wir übernehmen weder Rangfolge noch Gewichtung eines anderen Mediums ungeprüft. Herstellerangaben kennzeichnen wir als solche.

Versionsprinzip: Ein Messergebnis gilt ausschließlich für die bezeichnete Hardware- und Firmwarekonfiguration. Werden nach dem Test relevante Änderungen bekannt, übertragen wir das alte Ergebnis nicht still auf eine neue Revision, sondern ergänzen den Datenstand und führen bei Bedarf eine neue Messung durch. Wo eine Fremdquelle Firmware, Bezugsart oder Messunsicherheit nicht veröffentlicht, behandeln wir zusätzliche Nachkommastellen als Rechenwert und nicht als höhere Genauigkeit.

Affiliate-Partnerschaften beeinflussen die Messwerte und Punktabzüge nicht. Geräte ohne Affiliate-Programm können Testsieger werden; Geräte mit Provision können aufgrund von Sicherheits-, Effizienz- oder Rechtsbedenken abgewertet werden.

4.4/5 - (69 votes)

26 mal geteilt:FacebookXWhatsApp
Alexander Jakob
Verfasst von
Alexander Jakob
Wie ist Ihre Meinung dazu?

15 Kommentare
  • Frage:
    Kann ein Speicher vom System getrennt werden und das System läuft trotzdem weiter?
    Das wäre eine Möglichkeit den Speicher über Winter an einem wärmeren Ort zu lagern.

    • Guten Tag Herr Leins,
      Interessante Frage! Bei den meisten Balkonkraftwerk Speichersystem handelt es sich um Erweiterungslösungen, die problemlos in ein bestehendes Balkonkraftwerk integriert werden können. In der Regel wird der Speicher zwischen PV-Modulen und Wechselrichter angeschlossen.

      Daher kann der Speicher auch in den kalten Monaten in wenigen Minuten wieder abgebaut werden und im Inneren gelagert werden. Das Balkonkraftwerk funktioniert problemlos weiter wie zuvor. Falls es bei Ihnen möglich ist, können Sie den Speicher auch mittels superflacher MC4 Fensterdurchführung im Inneren platzieren. In der Regel wird in den Wintermonaten aber ohnehin zu wenig Strom erzeugt, sodass der Speicher zu dieser Zeit vermutlich nicht notwendig ist.

      Freundliche Grüße,
      Alexander Jakob

  • Guten Tag,
    Kann man wirklich eine Ecoflow zusatzbatterie OHNE Ecoflow Powerstation am Wechselrichter betreiben und die Energie als Eigenverbrauch nutzen?

    • Hallo Sandro,
      Ja man kann auch einfach eine EcoFlow Zusatzbatterie verwenden. Damit entfallen die Funktionen einer Powerstation, dafür ist der Gesamtpreis günstiger!

      Freundliche Grüße,
      Alexander Jakob

  • Hallo Alexander,
    vielen Dank für deinen wirklich tollen Bericht! Gibt es momentan einen Speicher, an den man 4x400W Paneele anschließen kann? Oder nur die Lösung 2 Parallel an den Speicher und 2 an den WR?

    Liebe Grüße und vielen Dank,
    Felix

    • Hallo Felix, der Hub2000 von Zendure soll das können – wenn ich es richtig im Kopf habe 2 MPPT mit jeweils (!) 16-60V und bis 26A.
      Vermutlich muss man 2 Panels parallel verbinden und an jeden MPPT anschließen (Panel-Leistungsdaten beachten!).
      Gruß Andy

  • Danke für den klasse Artikel – verständlich und nachvollziehbar geschrieben. Vermutlich empfiehlt es sich angesichts der zunehmenden Attraktivität, mit einer Anschaffung bis Mitte 2024 abzuwarten. Einerseits können viele noch nicht wirklich liefern und andererseits werden auch hier wie bei den Balkonkraftwerken die Preise fallen ( im Vergleich: Anfang 2023 kostete ein ordentliches 600/800Watt-Kraftwerk noch knapp 1000 Euro, heute bekommt man ein solches bereits für 550 Euro ). Ungeschickt in jedem Fall ist die Tatsache, daß man die Anlage teildemontieren muß, weil der Wechselrichter dann nicht mehr an einem der Solarmodule hängt, sondern im Grunde direkt vor der Einspeisesteckdose und im Gegenzug dann der Hub an die Solarmodule montiert werden muß. Das ist in vielen Fällen eine ziemliche Aktion, aber das geht wohl nicht anders, weil die Batterien immer Gleichstromspeicher sind.

  • Frage: Balkonkraftwerk incl. Wechselrichter ist 20 Meter über der Wohnung auf einem nicht zugänglichen Flachdach, der Schuku-Stecker wird auf Höhe der Wohnung in Außensteckdose gesteckt. Gibt es daher Speicher, die auf Höhe der Wohnung zwischen Schuko-Stecker und Außensteckdose gesteckt werden können (also zwischen Wechselrichter und Außensteckdose Wohnung), da Anbringen auf dem nicht zugänglichen Flachdach (auch aufgrund Winterkälte und zu großem Abstand zur Wohnung) nicht möglich ist?

    • Schade, daß es hierzu noch keine Antwort oder Lösung gibt (Stand 08/25). Ich bin auch in dieser Lage und möchte den Speicher nicht auf meinem Flachdach aufstellen, aber auch keinen Kabelsalat vom Dach in die Wohnung, bzw. Erdgeschoß haben.

  • Vielen Dank, Alexander Jacob, für die ganze Zusammenstellung und die passenden Links und Preise dazu!

    Es ist ausführlich und ich konnte es verstehen.
    Es erspart mir unendlich viel Recherche.
    Sehr super!
    Liebe Grüße von Cornelia

  • Habe das Angebot Anker Solarbank 2 E1600 Pro System für 845,06 Euro gesehen, doch lässt sich der Gutscheinlink bei Kleines Kraftwerk.de nicht aktivieren.
    Können sie da weiter helfen?

    • Hallo, der Gutscheinlink funktioniert nach wie vor. Zuerst muss das Produkt in den Warenkorb gelegt werden und anschließend mittels Link aktiviert werden.

  • Hallo zusammen,
    Frage: Ich interessiere mich für einen Anker Solix Solarbank 2 Pro (1,6 kWh). Meine Balkonanlage befindet sich allerdings im Garten und ist vom Zählerschrank etwa 30m entfernt. Hinzu kommt noch eine Außenmauer. Reicht die Blutooth-Übertragung zum Smart-Meter bzw. zum Schelly 3EM über diese Entfernung aus? Vielen Dank und beste Grüße

  • Frage:
    In der Reihenhaus-Situation: Balkonkraftwerk ist auf Dachterrasse und Zählerschrank im Keller.
    Das “Anker Smart Meter” oder das “Shelly 3EM” wäre im Zählerschrank.
    Der Speicher steht auf der Dachterrasse.
    Funktioniert die Direkt-Kommunikation zwischen Wechselrichter und Smart Meter für die dynamische Einspeisung trotz des Abstandes.
    (Distanz ca.12m durch 3 Stahlbetondecken).